Naoshima: The Art Island, Zentrum für Gegenwartskunst in Japan. Die Fähre bringt mich für zwei Tage auf die kleine Insel vor Takamatsu. Bereits am Hafen von Miyanoura grüßt Red Pumpkin von Yayoi Kusama, ein Wahrzeichen der Insel. Das 2025 eröffnete Naoshima New Museum of Art wurde, wie die weiteren großen Museen der Insel, vom japanischen Stararchitekt Tadao Ando designed. Minimalistisch, harmonisch in die Natur der Insel eingefügt und daher überwiegend unterirdisch. Es präsentiert zeitgenössische Kunst aus Asien, weitgehend für das Museum geschaffen. Die monumentale Installation „Head On“ des chinesischen Künstlers Cai Guo-Qiang hingegen wurde ursprünglich für das Guggenheim Museum in Berlin geschaffen. Mit seiner gläsernen Wand spielt es auf die Berliner Mauer und die Wiederholung historischer Fehler an.
Für das Art House Project in Honmura wurden leerstehende traditionelle Häuser von Künstlern in Kunstwerke verwandelt. Und damit Kunst in das Dorfleben integriert. Mein Favorit ist Minamidera von James Turrell: Ein Vorhang aus einem Minimum Licht. 10 Minuten absolute Dunkelheit benötigen die Augen bis er wahrnehmbar ist. Fotografieren wäre auch technisch nicht möglich. Am Abend besuche ich das Sento: Das Naoshima Public Bath „I Love Yu“ ist traditionelles Badehaus und surreale Gegenwartskunst.
Bewegend schön ist die Ausstellung im Chichu Art Museum. Reduziert auf drei Künstler auf drei unterirdischen Ebenen: Die großformatigen Seerosenbilder von Claude Monet, für die das Museum designet wurde, die Lichtinstallation von James Turrell (der mein Favorit bleibt) und Installationen von Walter De Maria, die wiederum für das Museum geschaffen wurden. Nichts davon darf fotografiert werden. Aber die Insel präsentiert noch viel mehr.





























































