Nur eine kurze Fahrt mit der Bahn ist es von Nara nach Osaka. Und doch eine Fahrt in eine andere Welt. Tempel und Schreine spielen in der 2,8 Millionen Einwohner zählenden Hafenstadt offenbar eine untergeordnete Rolle. Osaka ist Metropole des Handels, der Wirtschaft, des Ausgehens und Essens. Einen sehr bedeutenden, sehr alten und sehr schönen Shinto-Schrein finde ich trotzdem: Sumiyoshi-Taisha. Anfang des 3. Jahrhunderts begründet, lange bevor der Buddhismus und chinesische Einflüsse ins Land kamen, gilt die Architektur seiner Haupthallen als „urjapanische Ästhetik“. Die Sorihashi-Brücke, die zum Schrein führt, ist „nur“ rund 400 Jahre alt. Aber mit ihrer Steigung von 44 Grad eine echte Aufgabe. Übergang von der profanen Welt der Menschen in die spirituelle Welt der Götter.
Für das eigentliche Osaka aber stehen die Ausgehviertel. Dotonbori, Shinsaibashi und Shinsekai unter dem Tsutenkaku-Tower. Wie mancherorts in Japan irgendwie old school. In den 1980ern stecken geblieben? Aber der Bummel macht Spaß!
Modern, geradezu futuristisch und Wirtschaftszentrum ist das Viertel Umeda. Ein gläserner Hochgeschwindigkeitsaufzug bringt mich in den 35. Stock des Umeda Sky Building. Von dort geht es auf Rolltreppen in Glasröhren zwischen den beiden Türmen hoch in den 39. Stock. Die Aussichtsplattform befindet sich im 40. Stock. Und darüber das Highlight, der Skywalk zwischen den Gebäuden, unter freiem Himmel auf 173 Metern Höhe. Guter Ort für den Sonnenuntergang.




















































