Muxia 2022

Tag 74 in Japan: Nikko

Unter UNESCO-Welterbe geht es schon lange nicht mehr. Etwa 140 Kilometer nördlich von Tokyo ist es der Komplex „Schreine und Tempel von Nikko“. Dazu gehören der buddhistische Tempel Rinno-ji mit seinen drei monumentalen vergoldeten Buddha-Statuen, die beiden großen shintoistischen Schreinanlagen Tosho-gu (17. Jhd.) und Futarasan-jinja (8. Jhd.) und das Mausoleum Taiyuin. Dazwischen schöne Gärten und Bergwald. Am Shinkyūsha, dem „Stall der heiligen Pferde“ des Tosho-gu, befindet sich die berühmteste Darstellung der drei weisen Affen, geschnitzt im 17. Jahrhundert. In Japan werden sie, in einem Wortspiel mit ihren Namen Mizaru, Kikazaru und Iwazaru, pädagogisch verstanden: Kinder sollen nichts Böses sehen, nichts Böses hören, nichts Böses sagen. Im Honjidō, der buddhistisch geprägten Nebenhalle des shintoistischen Tosho-gu, ist die Decke mit einem großen Drachen bemalt. Wenn der Priester genau unter dem Maul des Drachen, aber nur dort, zwei Hölzer zusammenschlägt, kommt der Klang als mehrfaches Echo zurück. Das Brüllen des Drachen. Als heilig verehren die Menschen in Nikko nicht nur diese Tempel und Schreine sondern auch den Berg auf dem sie liegen, den Bergwald und sogar die Brücke zum Berg. Die ist allerdings tatsächlich besonders schön.