Zwei weitere Tage durch die Wälder und über die Berge der Halbinsel. Der Ōgumotori-goe ist ein historischer Bergabschnitt: „Überquerung des großen Wolkenpasses“. Mit dem Gepäck meiner mehrmonatigen Reise auf dem Rücken. Aus dem Wald heraustretend, stehe ich direkt vor dem zweiten Großschrein, Kumano Nachi Taisha. Reduziert ist er nicht: Leuchtend rot liegen der Schrein und seine großen Torii am Berghang. Direkt daneben, die historische Verbindung der Religionen ist spürbar, der zurückhaltende buddhistische Tempel Seiganto-ji. Doch der eigentliche Hingucker, Titelbild mancher Japanbücher, liegt etwas darunter: Sanjūdō, die dreistöckige Pagode des Seiganto-ji, vor dem über 130 Meter hohen Wasserfall Nachi-no-Ōtaki.
Meine Übernachtung in Nachi fällt glücklich: Am Abend wird das lokale Fest Nachikatsuura-chō Hanabi Taikai gefeiert. Gedenken an die Verstorbenen und Ahnen. Am Blue Beach, mit viel Streetfoot und einem 45 minütigen Feuerwerk.
Etwas abseits der Berge und eher über Straßen erreichbar, liegt der dritte große Schrein, Kumano Hayatama Taisha in Shingu. Nach der Überlieferung sollen die Kumano-Gottheiten zuerst am Gotobiki-iwa, einem riesigen heiligen Felsen, herabgestiegen sein. Mich bringt der Bus. Der Aufstieg zum Kamikura-jinja, dem kleinen Schrein am Felsen, erfolgt über eine gewaltige, hohe, steile Naturstein-Treppe. Der ruhige Platz oben ist wunderschön, der Ausblick über die Stadt zum Pazifik spektakulär. Meine Kumano Kodo Pilgerreise endet hier ganz unspektakulär.









































