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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Indien).
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Neueste Beiträge:
- Tag 29 in Indien: Lucknow

Lucknow, Hauptstadt des Bundesstaates Uttar Pradesh, rund drei Millionen Einwohner, wahrscheinlich mehr. Auf der Durchreise habe ich nur einen halben Tag dafür geplant, aber meine Tage können lang sein. Die Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der späten Mogule, 18. bis 19. Jahrhundert, konzentrieren sich auf das Stadtzentrum. Ich konzentriere mich heute nicht auf Tempel, sondern auf zwei außergewöhnliche Imambaras, schiitisch islamische Versammlungs- und Gedenkstätten. Die Halle der Bara Imambara ist riesig, ihre Gewölbedecke gehört zu den größten stützenlosen der Welt. Darüber befindet sich, unter zwei schönen Dachterrassen, ein dreidimensionales, d.h. sich über drei Stockwerke erstreckendes Labyrinth. Aus solches nehme ich es zunächst nicht sehr ernst, beinahe kostet mich das meinen halben Tag. Die kleinere Chhota Imambara glänzt mit ihrer Innenausstattung: „Palace of Lights“. Die Lage auf unserer Welt bleibt in den islamischen Heiligtümern nicht außen vor: Schmähende israelische und amerikanische Flaggen kleben auf Mülleimern.
Zwischen den beiden Imambaras steht das berühmte Stadttor Rumi Darwaza, das der muslimische Herrscher des damaligen Fürstentum ebenfalls im 18. Jahrhundert bauen ließ. Und ganz viel indisches Leben. Zum Abendessen gibt es wieder Streetfood bunt gemischt, vom Food Court am Tor.
- Zurück nach Indien

Unterwegs: Von Kathmandu, Nepal nach Gorakhpur, Nordindien und weiter nach Lucknow, Uttar Pradesh. Ein Reisebus bringt mich zunächst zum Grenzübergang Sonauli. Wieder eine abenteuerliche Piste durch Täler und Dörfer Nepals. Neun Stunden benötigt der Royal Star für die 200 km. Ich habe ein Ticket bis zur Grenze, bin zuletzt aber der letzte Fahrgast im Bus. Der Einfachheit halber und im Angesichts des Staus vor der Grenze, beauftragt und bezahlt der Bus-Schaffner eine Autorikscha für die letzte Meile für mich. Ausreiseformalitäten aus Nepal, zu Fuß über die Grenze und durch das Dorf zum indischen Immigration Office und die Einreise dort benötigen diesmal nur eine Stunde. Für die Weiterfahrt nach Gorakhpur wähle ich spontan einen local bus. Nochmal 3 1/2 Stunden für 100 Kilometer. Nach einer kurzen Nacht fahre ich mit der Bahn weiter nach Lucknow. 275 km, 6 Stunden. Im Zug plaudere ich mit einem jungen Bahningenieur auf dem Weg zur Arbeit: Deutschland wäre sein Traum für seine Masterarbeit und um die schnellen deutschen Züge zu erleben. Die trägen, unendlich langen und tagelang fahrenden indischen Züge sind allerdings erstaunlich pünktlich und zuverlässig. Lucknow, vor acht Tagen noch in Schnee und Kälte im Himalaya, bin ich nun in der flachen indischen Ebene bei deutlich über 30 Grad. Bis Delhi wären es nur noch etwa 500 km. Ich habe allerdings andere Pläne.
- Kathmandu: Die zweiten drei Tage

Herz der historischen Altstadt Kathmandus, genauer der Zwillingsstadt Lalitpur, ist der Patan Darbar Square mit dem ehem. königlichen Palast und einer Vielzahl auf ihn ausgerichteter Tempel aus der Epoche der Malla-Könige im 17. Jahrhundert. Um den Platz überhaupt betreten und sehen zu können, muss ich als Ausländer eine Gebühr bezahlen. Darin enthalten ist jedoch der Eintritt in das tolle kulturhistorische Museum im Palast. So ist es fair. Noch vor dem Darbar Square findet sich der buddhistische Hiranya Varna Mahavihar, mit seinem Klosterhof aus dem 12. und dem Tempel aus dem frühen 15. Jahrhundert, „the golden Temple“.
Wieder aus dem Buch „Verborgene Heiligtümer“ (Martin Gray) habe ich den Hinweis auf Budhanilkanta: Weniger ein Tempel sondern ein offenes Wasserbecken mit einer ungewöhnlichen, großen liegenden Vishnu-Skulptur aus dem frühen Mittelalter. Mit dem wwWeb in der Hosentasche und einem entsprechenden Fußmarsch ist auch das Verborgene erreichbar. Eine große Anzahl Vishnu-Verehrer ist bereits da.
Neben Boudhanath, der größten Stupa Nepals, ist ein weiterer Stupa Ziel der Pilger und Besucher Kathmandus: Swayambhunath Stupa auf einem Hügel im Süd-Westen, dem gegenüber liegenden Bereich des Kathmandu Tals. Er gilt als ältester Stupa Nepals und einer der ältesten der Welt. Seine inneren Bauteile stammen aus dem fünften Jahrhundert. Vor Christus. Beim schweren Erdbeben 2015 wurden viele umliegenden Gebäude stark beschädigt. Der Stupa blieb weitgehend erhalten. Auch UNESCO-Weltkulturerbe. Eine historische, steile Treppe führt hinauf auf den Hügel. Der buddhistische Stupa ist unmittelbar von zwei hinduistischen, turm-artigen Shiva-Tempeln flankiert. Auch der Rest des kleinen Plateaus ist dicht mit kleinen Tempeln, Schreinen und einem kleinen Kloster bebaut. Warum der Stupa auch Monkey Temple genannt wird liegt auf der Hand.
Und auch Kathmandu:
Sechs Tage Kathmandu und insgesamt vier Wochen Nepal. Der Zeitrahmen meines Visa läuft ab. Zeit nach Indien zurückzukehren.











































































































