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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Indien).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey (current: Indien).
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Neueste Beiträge:
- Tag 14 in Indien: Sarnath

Für einen Tag fahre ich aus der Stadt Shivas, Varanasi, in das benachbarte buddhistische Sarnath. Für die jeweils knapp 15 Kilometer traue ich mich (nachdem ich mich an die TukTuk-Fahrten durch den chaotischen Verkehr etwas gewöhnt habe) erstmals auf das Verkehrsmittel das mir als Alleinreisenden geziemt: Sozius auf dem (Uper-)Bike.
Auch Sarnath gehört zu den vier heiligsten Orten im Buddhismus: Nach seiner Erleuchtung in Bodh Gaya ging Gautama Buddha vor etwa 2550 Jahren nach Sernath. Dort traf er zunächst fünf frühere Mitstreiter aus seiner Askesezeit, die nun seine ersten Schüler wurden (Beginn der buddhistischen Gemeinschaft). In einem Gazellenhain hielt er an sie seine erste Lehrrede (Beginn der buddhistischen Lehre, Drehen des Dharma-Rades).
Heute ist der Gazellenhain eines der wichtigsten buddhistischen Pilgerziele und ein archäologischer Park. Und einige Gazellen gibt es auch noch. Den genauen Platz der Lehrrede markiert die Dhamekh Stupa aus dem 3. Jhd. vor Chr. Darum herum finden sich Ruinen und Grundmauern von Klöstern und Tempeln aus dem ersten Jahrtausend. Etwas außerhalb markiert die Chaukhandi Stupa den Platz des Zusammentreffens mit den ersten Schülern. Wieder treffe ich auf buddhistische Pilgergruppen aus ganz Asien die ihre unterschiedlichen Rituale praktizieren. Trotzdem ist es deutlich ruhiger als in Bodh Gaya.
Als Geburtsort des 11. Thirtankara (erleuchteter Lehrer) ist Sarnath und sein Jain-Tempel ferner ein wichtiges Pilgerziel im Jainismus.
An der Ring Road um den Park befinden sich, ähnlich wie in Bodh Gaya, eine Vielzahl von Klöstern und Tempeln verschiedener buddhistischer Nationen und Gemeinschaften. Anders als ich Indien bisher erlebt habe, ist es in der Kleinstadt relativ ruhig und ich genieße einen fast unbehelligten (nur gelegentlich sprechen mich ein paar neugierige Jugendliche an oder winken mir Kinder aus Distanz zu) Spaziergang, von Tempel zu Tempel durch den Ort
Den Abend verbringen ich wieder an den Ghats am Ganges in Varanasi.
- Tage neun und zehn in Indien: Bhabua

Den Impuls, den Mundeshwari-Devi-Tempel bei Bhabua zu besuchen, habe ich aus dem Buch „Verborgene Heiligtümer“ von Martin Gray. Tatsächlich sind nicht nur der Tempel, sondern die ganze Gegend, auf halber Strecke zwischen Bodh Gaya und Varanasi, verborgen.
Doch hier realisiert sich für mich die heimliche Hoffnung jedes Indien-Reisenden: Zu einer Hochzeitsfeier eingeladen zu werden.
Der Mundeshwari-Devi-Tempel geht zurück auf eine heilige Stätte aus dem zweiten Jhd. n. Chr. Der heutige, ungewöhnliche achteckige Bau stammt aus dem Jahr 625, soll aber auch Inschriften aus dem 4. Jhd. enthalten. Damit gilt der Tempel als einer der ältesten, wenn nicht gar der älteste Tempel Indiens.
Der Tempel liegt auf einem Hügel außerhalb. Zum Unverständnis der TukTuk-Fahrer und der vielen die unterwegs ungefragt anhalten um mich mitzunehmen, gehe ich die acht Kilometer vom letzten größeren Dorf hin und zurück zu Fuß und genieße die relative Ruhe außerhalb dem Lärm und Chaos in den Orten und die Sonne über dem heute grünen Bihar.
Am Tempel bin ich wieder Exot. Außer mir sind viele regionale Pilger hier, die ihre Rituale praktizieren. Dass ihr Tempel in einem deutschen Buch beschrieben wird und ich deshalb herkomme, begeistert die Menschen, die mich befragen. Wieder erhalte ich eine kleine Führung, werde unterwiesen und darf exklusiv an die uralte Darstellung der Göttin Mundeshwari, Form der Durga, weibliche göttliche Urkraft, herantreten und sie berühren.
Morgen reise ich weiter, es wartet ein „Schwergewicht“: Varanasi, heilige Stadt am Ganges.
- Tage sechs bis acht in Indien: Bodh Gaya

Mit der Bahn und dem TukTuk komme ich nachts um 02:45 Uhr in Bodh Gaya an. Die drei Tage dort sind gut. Neben den Orten der Geburt, der ersten Lehrrede und dem Eintritt ins Nirvana des historischen Buddha (die noch auf meiner Route liegen) gehört Bodh Gaya, wo Siddhartha Gautama nach fünf-wöchiger Meditation unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung fand und zum Buddha wurde, zu den vier heiligsten Orten des Buddhismus. Oft wird es als wichtigstes buddhistisches Pilgerzentrum der Welt bezeichnet.
Am Ort der Erleuchtung steht heute ein mächtiger Nachkomme des besagten Bodhi-Baum. Und darum herum eine beeindruckende Tempelanlage: Mahabodhi. Deutlich spürbar ist, dass das keine touristische Attraktion sondern ein Ort gelebter Spiritualität ist. Buddhisten aus ganz Asien, vorwiegend Pilgergruppen von Mönchen oder Nonnen, und vereinzelt Menschen aus dem „Westen“, kommen hier her um ihre Religion intensiv und ganz unterschiedlich zu praktizieren.
Ich verbringe einen Nachmittag und, am nächsten Tag, einen Abend in der spirituell dicht aufgeladenen Atmosphäre der Tempelanlage.
Nicht nur das Fotografieren, sondern bereits das hineinbringen jeglicher elektronischer Geräte in die Anlage, ist verboten und wird streng kontrolliert.
Im Kern der Kleinstadt verteilt sich eine Vielzahl weiterer buddhistischer Tempel: Jede größere buddhistische Nation bzw. Strömung will mit einem eigenen Tempel am Ort der Erleuchtung präsent sein. I.d.R stehen diese Tempel nicht allein sondern gehören zu einem entsprechenden Kloster.
In zwei Tagen konnte ich 16 dieser Tempel besuchen. Vielleicht etwas exzessiv aber es führt mir die Vielfalt der Religionen bereits im Buddhismus vor Augen.
Zu Mittag bekomme ich das Gewünschte an einem Streetfood-Stand nicht mehr. Der Händler lädt mich spontan ein, in einem Verschlag hinter dem Stand mit ihm und zwei Kollegen zu essen, was sie für sich selbst gekocht haben. Es gibt Fisch mit Curry und Reis. Besteck gibt es nicht. Das Essen ist spannend und die Einladung ehrlich. Trotzdem lehne ich das abschließende Marihuana ab.
Am Abend kann ich mit einer Gruppe japanischer Pilger an deren Zeremonie in japanischen Tempel teilnehmen.

































































































