Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Japan).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
(current: Japan).
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Neueste Beiträge:

  • Tage 84 bis 87 in Japan: Hiroshima

    Hiroshima. Etwa 350.000 Menschen sollen sich am Morgen des 6. August 1945 in der Stadt befunden haben. Etwa 70.000 Menschen starben durch den Atombombenabwurf unmittelbar, weitere 70.000 Menschen innerhalb weniger Monate, weitere 140.000 Menschen an mittel- und langfristigen Folgen. Über 300.000 Menschen werden im Gedenkregister namentlich genannt. In einem Radius von zwei Kilometern um das Hypozentrum wurde die Stadt vollständig zerstört. Mein erster Weg führt mich zum Peace Memorial Park im Bereich des Hypozentrums mit dem Hiroshima Peace Memorial Museum und den Gedenkstätten. Im Museum wird das unvorstellbare Leid der Menschen, insbesondere 10.000er Kinder, fast vorstellbar gemacht.

    Heute hat Hiroshima knapp 1,2 Millionen Einwohner. Ich wandere durch eine sehr moderne Großstadt. Eine Stadt ohne historische Bausubstanz. Die Burg und der Shinto-Schrein sind Rekonstruktionen. Obwohl das urbane Leben pulsiert, ist The A-bomb, wie der Abwurf hier nur genannt wird, allgegenwärtig. An vielen Gebäuden gibt es Darstellungen der ursprünglichen Bauten. Und manchmal ihrer Bewohner.

    Fast zufällig entdecke ich eine silberne Stupa auf einem bewaldeten Hügel am Stadtrand. Tatsächlich ist es eine Friedenspagode vom japanischen Nipponzan-Myōhōji Orden. Nach Wien, Rajgir in Indien und Lumbini und Pokhara in Nepal, meine fünfte Friedenspagode dieses Ordens. 75 weitere gibt es weltweit. Der Weg hinauf zur buddhistischen Futabayama Peace Pagoda führt zunächst über 433 Treppenstufen und durch viele rote Torii durch ein Shinto-Schrein Gelände. Oben öffnet sich eine tolle Aussicht über die Stadt bis zum Meer.

  • Tag 83 in Japan: Osaka

    Nur eine kurze Fahrt mit der Bahn ist es von Nara nach Osaka. Und doch eine Fahrt in eine andere Welt. Tempel und Schreine spielen in der 2,8 Millionen Einwohner zählenden Hafenstadt offenbar eine untergeordnete Rolle. Osaka ist Metropole des Handels, der Wirtschaft, des Ausgehens und Essens. Einen sehr bedeutenden, sehr alten und sehr schönen Shinto-Schrein finde ich trotzdem: Sumiyoshi-Taisha. Anfang des 3. Jahrhunderts begründet, lange bevor der Buddhismus und chinesische Einflüsse ins Land kamen, gilt die Architektur seiner Haupthallen als „urjapanische Ästhetik“. Die Sorihashi-Brücke, die zum Schrein führt, ist „nur“ rund 400 Jahre alt. Aber mit ihrer Steigung von 44 Grad eine echte Aufgabe. Übergang von der profanen Welt der Menschen in die spirituelle Welt der Götter.

    Für das eigentliche Osaka aber stehen die Ausgehviertel. Dotonbori, Shinsaibashi und Shinsekai unter dem Tsutenkaku-Tower. Wie mancherorts in Japan irgendwie old school. In den 1980ern stecken geblieben? Aber der Bummel macht Spaß!

    Modern, geradezu futuristisch und Wirtschaftszentrum ist das Viertel Umeda. Ein gläserner Hochgeschwindigkeitsaufzug bringt mich in den 35. Stock des Umeda Sky Building. Von dort geht es auf Rolltreppen in Glasröhren zwischen den beiden Türmen hoch in den 39. Stock. Die Aussichtsplattform befindet sich im 40. Stock. Und darüber das Highlight, der Skywalk zwischen den Gebäuden, unter freiem Himmel auf 173 Metern Höhe. Guter Ort für den Sonnenuntergang.

  • Tage 80 bis 82 in Japan: Nara

    Nara: Im 8. Jahrhundert, vor Kyoto, Kaisersitz und Hauptstadt Japans, heute Ort ältester Tempel des Landes. Die wichtigsten Welterbestätten liegen um den weitläufigen bewaldeten Nara Park: Der Todai-ji Tempel, dessen Haupthalle aus dem 8. Jahrhundert noch immer das größte Holzgebäude der Welt ist und einen über 15 Meter hohen Buddha beherbergt. Der Kasuga-Taisha Schrein mit tausenden Stein- und Bronzelaternen. Und Kofuku-ji mit seiner monumentalen zentralen goldenen Halle und einer über 50 Meter hohen Pagode, die aber von einem gigantischen Baugerüst verdeckt wird. Die eigentliche Sensation Naras aber lebt völlig frei und von den entzückten Besuchern unberührt dazwischen und macht auch gerne mal einen Spaziergang in die Stadt.

    Etwas außerhalb liegt der Tempelkomplex Horyu-ji. Japans erste UNESCO-Welterbestätte überhaupt. Mit seiner Haupthalle und der fünfstöckigen Pagode aus dem 7. Jahrhundert besitzt er nicht die größten, aber die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt. Und frühe, über Tausend Jahre alte, faszinierende buddhistische Kunst in seinem schönen Museum. Aber keine Hirsche.

    Wieder einmal das Buch „1000 heilige Orte“ von Christoph Engels schickt mich zum Hase-dera Tempel, einem „atmosphärischen Bergtempel“ am Hang des Berg Hase am Ende eines bewaldeten Tals. Etwas kompliziert ist die Fahrt dort hin mit dem „local train“. Obwohl der Hase Highway hindurchgeführt, scheinen sich im Ort Hase tatsächlich Fuchs und Hase Gute Nacht zu sagen. Eine kleine Wanderung führt vom Bahnhof zum Tor des Tempels und 399 Stufen einer schönen überdachten Holztreppe führen vom Tor hoch zu den Hauptgebäuden. Vor der Haupthalle liegt eine große Holzterrasse über dem Tal, in der Halle steht eine über 10 Meter hohe Holzstatue der elfgesichtigen Kannon, Göttin (Bodhisattva) der Barmherzigkeit. Diese beliebte buddhistische Gottheit kenne ich aus Indien. Dort, im Mutterland des Buddhismus, wird sie männlich dargestellt.