Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Südkorea).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
(current: Japan).
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Neueste Beiträge:

  • Tag 35 in Südkorea wird zu Tag 1 in Taiwan

    Fünf Wochen Südkorea: Es war ein guter Zeitraum. Und gute Zeit! Rund 1.650 Kilometer bin ich rund um die Halbinsel gereist. Koreanische Kultur und Spiritualität wollte ich kennenlernen und durfte ich erleben. Durchwegs freundliche Menschen habe ich obendrein erlebt. Menschen die sich gefreut haben darüber, dass ich als Ausländer in ihr Land komme und soviel Zeit dafür mitbringe. Sehr positiv überrascht hat mich die Schönheit und Vielfalt der Natur des Landes mit seinen vielen Nationalparks und Wanderwegen. Trotzdem wird Südkorea für mich das Land der Hochhaussiedlungen bleiben: Die Menschen wohnen vertikal. Auch das Thema der Teilung Koreas, ohne Aussicht auf eine Wiedervereinigung, habe ich allgegenwärtig erlebt und lässt mich bewusster auf die deutsche Geschichte blicken.

    Von Japan kommend, konnte ich deutliche Unterschiede sehen. Mit der ästhetischen Schönheit und durchgängigen freundlichen Aufmerksamkeit Japans kann Südkorea nicht mithalten, aber es ist ein jüngeres, moderneres Land. Koreanischer Buddhismus unterscheidet sich deutlich vom japanischen und wird intensiver gelebt. Während die Gläubigen in Japan vor dem Tempel stehend diskret ihre Gebete verrichten, Mantras und Sutren rezitieren, kommen im koreanischen Tempel viele Niederwerfungen vor vielen Gottheiten zusammen. Und ein eifriges Gewuhsel dazwischen. Nach dem Shintoismus ist mir der Konfuzianismus näher gekommen. Und ein Berggeist. Und viele christliche Gemeinden verschiedener Konfessionen habe ich obendrein gesehen.

    Von den über das ganze Land verteilten 33 Tempeln der „Pilgerreise zu den 33 Gwaneum-Heiligtümern Koreas“ konnte ich gerade mal (oder immerhin) 13 Tempel besuchen. Das wäre Grund genug für eine weitere Koreareise: Das Land würde es lohnen!

    Japan vers. Südkorea: Eine Taxifahrt in Japan bedeutet eine kantige schwarze Limousine, die aussieht wie aus den 1980ern und es wahrscheinlich auch ist. Zur Schonung der braunen Bezüge liegen über Sitzflächen und Lehnen gehäkelte weiße Decken. Zur Schonung der Häkeldecken sind durchsichtige Plastikfolien darüber gespannt. Passend zur Limousine trägt der Fahrer schwarzen Anzug und Krawatte. Taxifahren in Südkorea bedeutet sich in die Ledersessel eines großen Tesla fallen zu lassen. Vielleicht ist noch etwas Ketchup vom vorherigen Fahrgast darauf, den Fahrer mit der coolen Basecap kümmert es wenig. Ich benutze -in beiden Ländern hervorragend- Bus und Bahn.

    Ostasien: Nach Japan und Korea möchte ich auch China erleben. R.o.C.: Republik of China. Taiwan. Wo Kultur, Spiritualität, Sprache und Essen heute wohl vielerorts chinesischer sind als in der Volksrepublik. Von Seoul/Incheon fliege ich nach Taipei. Ein Kurzstreckenflug und doch 1.500 Kilometer weiter in den Süden. Der Sommer endet nicht.

  • Tag 34 in Südkorea: Incheon

    In der Wahrnehmung meist nur die Airport-Insel (oder auch nur der überdimensionierte Airport) vor Seoul und auch für mich zunächst nur Sprungbrett zum Flughafen, ist Incheon doch eine Großstadt mit 2,9 Millionen Einwohnern, drittgrößte Stadt Südkoreas. Bereits im futuristischen Hauptbahnhof befindet sich das K-Culture Museum: Multimedia und buntes Licht… Auch bei meinem Rundgang an die Küste erlebe ich nochmal eine Essenz: Typisch Südkorea!

  • Tage 32 und 33 in Südkorea: Gongju

    Erstmals mit dem KTX, dem Südkoreanischen Schnellzug, fahre ich von Suncheon nach Gongju. Die königlichen Gräber dort ähneln den grünen Grabhügeln in Gyeongju, gehören aber nicht zum Königreich Silla, sondern zum Königreich Baekje, 6. Jahrhundert. Eher zufällig entdecke ich den interreligiösen Pilgerweg Gongju Ieum-gil, den „Weg der Verbindungen“. Er verbindet im Stadtgebiet Orte und historische Stätten des Buddhismus, des Katholizismus, des Protestantismus und des Konfuzianismus. Darunter die Märtyrerstätte Hwangsaebawi, wo im 19. Jahrhundert in mehreren Wellen mindestens 337 namentlich bekannte, insgesamt aber wahrscheinlich mehr als 1000 Christen enthauptet wurden, weil sie sich weigerten ihrem Glauben abzuschwören. Heute ist der Hügel voller christlicher Symbolik, Kapellen, dem Märtyrerturm, einem großen Kruzifix das die Umrisse des Gekreuzigten im Negativ erkennen lässt, während der Auferstandene darunter steht und einem schönen modernen Kreuzweg, der erst mit der Auferstehung beginnt. Und die Stadt ist voller christlicher Kirchen verschiedener Konfessionen.

    Ist in Südkorea immer und überall Festival? Oder ist in Südkorea immer dort Festival, wo ich gerade bin? Diesmal ist es nicht ganz zufällig. „The 72nd Baekje Cultural Festival“ hat die Zimmersuche schwierig gemacht aber macht die Abende -im wahrsten Sinne des Wortes- bunt!

    Magoksa wird zum letzten Tempel meiner Koreareise. Auch er gehört zu den sieben buddhistischen Bergklöstern, die das „Sansa – Buddhist Mountain Monasteries in Korea“ UNESCO-Welterbe bilden und steht für 1.400 Jahre ununterbrochen gelebten Buddhismus. Nochmal begegnet mir zwischen den buddhistischen Hallen der Berggeist Sansin aus dem koreanischen Volksglaube in seinem Schrein. Yeongsanjeon, die 400 Jahre alte Geierberg-Halle, verweist auf den Geierberg in Indien, den ich vor acht Monaten besucht habe, und Buddhas erste Lehrrede über das Lotus Sutra. Die Chrysanthemenbüsche in Kübeln sind auf dem Platz vor der Haupthalle akkurat in Form einer großen Swastika angeordnet. Selbst nach monatelangen Reisen durch buddhistische Länder zucke ich beim erkennen des jahrtausende alten buddhistischen Zeichens für Glück, Harmonie, Ewigkeit und die Lehre Buddhas.