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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Japan).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey (current: Japan).
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Neueste Beiträge:
- Shikoku Henro, die letzten Tage

Zurück in Takamatsu, liegen noch die Tempel 84 bis 88 vor mir. Nochmal zwei Tage Pilgerwanderung. Nochmal die gewohnten Rituale an buddhistischen Tempeln und Shinto Schreinen. Nochmal treffe ich überraschend auf Pilger die ich kenne. Einer macht, als ich kurz von Naoshima erzähle, auf der Stelle kehrt und läuft zurück nach Takamatsu um The Art Island ebenfalls zu besuchen. Nochmal übernachte und esse ich in einem schönen traditionellen Ryokan. Nochmal bringt mich ein Cable Car hoch zum Tempel (Tempel 85). Und nochmal, ganz am Schluss (nach dem Besuch von Tempel 87 und dem Pilgermuseum ist es bereits Mittag), ein gewaltiger Anstieg: Knapp 700 Höhenmeter liegen vor Tempel 88, eine anspruchsvolle Bergwanderung. Sehr schön im Wald mit tollen Aussichten: Ein gutes Finale. Ketsugan, „die Vollendung des Besuchs aller 88 heiligen Orte“ wird vom Tempel-Office mit einem Zertifikat bescheinigt. Ich kann es bekommen nachdem die KI meinen Name in Katakana Schriftzeichen übertragen hat.
47 Tage (ohne Uwajima Festival und Naoshima Art Island) sind es geworden. 1.030 Kilometer bin ich zu Fuß gegangen und etwa 200 mit Bahn, Bus, Robway oder Cable Car gefahren. Der Weg und die Menschen am Weg waren spannend. Japan. Manches habe ich in den Tempelanlagen über und vom japanischen Buddhismus gelernt. Und ohne dass ich damit gerechnet hätte, ist mir der Shintoismus näher gekommen.
Der schönen Tradition entsprechend, kehre ich nach Tempel 88, nun mit der Bahn, nochmal zu Tempel 1 zurück. Orei-mairi schließt den Kreis und ist der Dankbesuch an dem Ort, an dem man zu Beginn der Pilgerreise für deren guten Verlauf gebetet hat. Auch ich darf dafür danken.
Ganz abgeschlossen ist die Pilgerreise damit noch nicht: Traditionell gehört nun ein Besuch bei Kukai am Tempelberg Koya-san dazu.
- Naoshima

Naoshima: The Art Island, Zentrum für Gegenwartskunst in Japan. Die Fähre bringt mich für zwei Tage auf die kleine Insel vor Takamatsu. Bereits am Hafen von Miyanoura grüßt Red Pumpkin von Yayoi Kusama, ein Wahrzeichen der Insel. Das 2025 eröffnete Naoshima New Museum of Art wurde, wie die weiteren großen Museen der Insel, vom japanischen Stararchitekt Tadao Ando designed. Minimalistisch, harmonisch in die Natur der Insel eingefügt und daher überwiegend unterirdisch. Es präsentiert zeitgenössische Kunst aus Asien, weitgehend für das Museum geschaffen. Die monumentale Installation „Head On“ des chinesischen Künstlers Cai Guo-Qiang hingegen wurde ursprünglich für das Guggenheim Museum in Berlin geschaffen. Mit seiner gläsernen Wand spielt es auf die Berliner Mauer und die Wiederholung historischer Fehler an.
Für das Art House Project in Honmura wurden leerstehende traditionelle Häuser von Künstlern in Kunstwerke verwandelt. Und damit Kunst in das Dorfleben integriert. Mein Favorit ist Minamidera von James Turrell: Ein Vorhang aus einem Minimum Licht. 10 Minuten absolute Dunkelheit benötigen die Augen bis er wahrnehmbar ist. Fotografieren wäre auch technisch nicht möglich. Am Abend besuche ich das Sento: Das Naoshima Public Bath „I Love Yu“ ist traditionelles Badehaus und surreale Gegenwartskunst.
Bewegend schön ist die Ausstellung im Chichu Art Museum. Reduziert auf drei Künstler auf drei unterirdischen Ebenen: Die großformatigen Seerosenbilder von Claude Monet, für die das Museum designet wurde, die Lichtinstallation von James Turrell (der mein Favorit bleibt) und Installationen von Walter De Maria, die wiederum für das Museum geschaffen wurden. Nichts davon darf fotografiert werden. Aber die Insel präsentiert noch viel mehr.
- Shikoku Henro, Tage 42 bis 45

Zurück am Pilgerweg sind es weitere 3 1/2 Tage bis zum nächsten Zwischenstopp: 90 Kilometer, die Tempel 71 bis 83 und am Ende jeden Tages ein Bergtempel mit heftigem Aufstieg. Nach längerem Suchen finde ich im Pilger-Shop bei T 77 endlich drei der typischen roten Lätzchen für die Jizo-Statuen. Drei für drei (Enkel-) Kinder. Nun schaue ich in den Wäldern nach drei Jizo ohne Lätzchen. T 75, Zentsu-ji, besitzt mit 45.000 Quadratmetern die größte Anlage der Insel. Mit wunderbaren Gebäuden aus verschiedenen Epochen, Skulpturen und zwei über 1000 Jahre alten Kampferbäumen. Ich könnte mehr als die tatsächlichen knapp zwei Stunden in der Anlage verbringen. Muss aber weiter: An diesem Tag sind es fünf Tempel und 24 Kilometer. Der hintere Bereich der Nebenhalle von T 71 öffnet sich überraschend in einen Altarraum in einer Höhle, in der Kukai im 9. Jahrhundert meditiert haben soll.
In und um einen größeren Kiosk an einem schönen Teich, tummeln sich gegen Mittag erstaunlich viele Menschen. Und alle essen freudig das gleiche: Tokoroten. Ich schließe mich an. Den eher unauffälligen Tempel 83, Ichinomiya-ji, erreiche ich knapp vor der Schließung. Schreine hingegen haben keine Schließzeiten: Spektakulär und ein schöner Abendspaziergang ist die große Anlage des direkt daneben liegenden Shinto-Schrein Tamura-jinja. Viele rote Torii und ein goldenes. viele Drachen und Füchse (Boten des Inari). Mit dem Erreichen der 80er Tempel kommt auch die Erkenntnis, dass auch eine über Tausend Kilometer lange Pilgerwanderung ihr Ende haben wird. Aber vorher kommt noch ein Zwischenstopp: Für Naoshima.





































































































































































