Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Japan).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
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Neueste Beiträge:

  • Tag 75 in Japan: Tokyo

    Der dritte Zwischenstopp in Tokyo. Die Millionenstadt fühlt sich schon fast vertraut an. Und die neue Sonderausstellung im Tokyo National Museum „Celebrating 1250 Years Since the Birth of the Great Master Kūkai: Kūkai and the Treasures of Shingon Buddhism“ passt optimal zum esoterischen Buddhismus den ich auf Shikoku und Koya-san erlebt habe und dem Begründer all dessen. In der Ausstellung darf nicht fotografiert werden. Ausdrücklich erlaubt ist es aber im letzten Saal mit besonders eindrucksvoll präsentieren großen Skulpturen aus dem 9. und 12. Jahrhundert. So gehen die Leute zufrieden aus dem Museum. Ich auch. Und auch das Panda Beer Festa im Uenode-Park vor dem Museum trägt zur allgemeinen Zufriedenheit bei.

  • Tag 74 in Japan: Nikko

    Unter UNESCO-Welterbe geht es schon lange nicht mehr. Etwa 140 Kilometer nördlich von Tokyo ist es der Komplex „Schreine und Tempel von Nikko“. Dazu gehören der buddhistische Tempel Rinno-ji mit seinen drei monumentalen vergoldeten Buddha-Statuen, die beiden großen shintoistischen Schreinanlagen Tosho-gu (17. Jhd.) und Futarasan-jinja (8. Jhd.) und das Mausoleum Taiyuin. Dazwischen schöne Gärten und Bergwald. Am Shinkyūsha, dem „Stall der heiligen Pferde“ des Tosho-gu, befindet sich die berühmteste Darstellung der drei weisen Affen, geschnitzt im 17. Jahrhundert. In Japan werden sie, in einem Wortspiel mit ihren Namen Mizaru, Kikazaru und Iwazaru, pädagogisch verstanden: Kinder sollen nichts Böses sehen, nichts Böses hören, nichts Böses sagen. Im Honjidō, der buddhistisch geprägten Nebenhalle des shintoistischen Tosho-gu, ist die Decke mit einem großen Drachen bemalt. Wenn der Priester genau unter dem Maul des Drachen, aber nur dort, zwei Hölzer zusammenschlägt, kommt der Klang als mehrfaches Echo zurück. Das Brüllen des Drachen. Als heilig verehren die Menschen in Nikko nicht nur diese Tempel und Schreine sondern auch den Berg auf dem sie liegen, den Bergwald und sogar die Brücke zum Berg. Die ist allerdings tatsächlich besonders schön.

  • Tage 70 bis 72 in Japan: Mount Fuji

    Fuji-san. Aktiver Vulkan und mit 3.776 Metern höchster Berg Japans. Für die UNESCO nicht Naturerbe sondern Weltkulturerbe: „Fuji-san – heiliger Ort und Quelle künstlerischer Inspiration“. Von Alters her im Shintoismus Heiliger Ort als Sitz der höchsten Gottheiten, seit etwa 800 Jahren im Buddhismus als Ort asketischer Praxis. Ein japanisches Sprichwort besagt wohl, dass jeder Japaner den heiligen Berg einmal besteigen soll. Aber nur ein Narr es ein zweites Mal tut.

    Mit dem Fernbus fahre ich aus Tokyo nach Fujiyoshida am Fuß des Berges. Es dauert etwas, bis ich begreife, dass die Busse im 4. Stock des Bahnhofgebäudes abfahren. Traditionell besuchen die Pilger vor dem Aufstieg den Schrein Kitaguchi Hongū Fuji Sengen Jinja. Die Anlage ist, wie ihr Name, überraschend weitläufig und liegt sehr schön zwischen uralten Zedern. Endlich: Am späten Nachmittag reißen die Wolken auf und geben den Blick auf den Heiligen Berg frei.

    Eher aus organisatorischen Gründen entscheide ich mich, wie die allermeisten Japaner, für den Aufstieg in der zweitägigen Variante ab Station 5 auf 2.300 HMR. Bis dort hin fährt der Bus. Auf der Yoshida-Route steige ich zunächst zur Station 8 auf 3.100 Meter auf. Zugang zum Weg erhält nur, wessen Ausrüstung geprüft und für ausreichend befunden wurde. In der Horaikan-Hütte gibt es für alle ein einheitliches Dinner, ein Breakfast-Paket und eine Koje für wenige Stunden.

    Wie alle, will ich vor Sonnenaufgang am Gipfel bzw. Kraterrand sein. Die Nacht ist klar, die Sterne ungewöhnlich hell. In ihrem Licht und dem der Stirnlampe, geht es durch die offene, karge Vulkanlandschaft und gelegentlich ein Torii immer weiter nach oben. Viel zu früh bin ich am Kraterrand. Auf 3.770 Meter ist es kalt. Und Wolken umschließen den Gipfel: Sonnenaufgang fällt heute aus. Aber für Blicke in den 250 Meter tiefen Krater reißen die Wolken später doch wieder auf.