Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Japan).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
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Neueste Beiträge:

  • Tag 86 in Japan: Miyajima Island

    Schrecken und Schönheit liegen nah beieinander. Nur kurze Fahrten mit der Bahn und der Fähre, ein Tagesausflug, sind es von Hiroshima auf die Insel Miyajima. Schon in einer Zusammenstellung aus dem 17. Jahrhundert wird sie zu den drei schönsten Landschaften Japans gezählt. Das rote Torii im Meer vor dem Itsukushima-Schrein ist ikonisch. Und es gibt wieder Sikahirsche: Boten der Gottheiten!

    Und wieder begegnet mir der Pilgermönch Kukai: Der wichtigste buddhistische Tempel der Insel ist der Daisho-in am Fuß des Berges Misen. Nach seiner Rückkehr aus China im Jahr 806, soll Kukai den Berg als heiligen Ort erkannt, dort 100 Tage meditiert und dann den Tempel gegründet haben. Noch heute gehört der Tempel dem von Kukai begründeten esoterischen Shingon-Buddhismus an. Manches ist mir von Shikoku und Koya-san vertraut. Und wenige Tage vor meiner Abreise aus Japan, kann ich meine 47-tägige Pilgerwanderung auf Shikoku im Kleinen wiederholen: In einer unterirdischen Halle können 88 Statuen der Schutzgottheiten der 88 Tempel des Shikoku Henro abgeschritten werden. Unter den Bodenplatten vor den Skulpturen befindet sich Erde vom jeweiligen Tempel.

  • Tage 84 bis 87 in Japan: Hiroshima

    Hiroshima. Etwa 350.000 Menschen sollen sich am Morgen des 6. August 1945 in der Stadt befunden haben. Etwa 70.000 Menschen starben durch den Atombombenabwurf unmittelbar, weitere 70.000 Menschen innerhalb weniger Monate, weitere 140.000 Menschen an mittel- und langfristigen Folgen. Über 300.000 Menschen werden im Gedenkregister namentlich genannt. In einem Radius von zwei Kilometern um das Hypozentrum wurde die Stadt vollständig zerstört. Mein erster Weg führt mich zum Peace Memorial Park im Bereich des Hypozentrums mit dem Hiroshima Peace Memorial Museum und den Gedenkstätten. Im Museum wird das unvorstellbare Leid der Menschen, insbesondere 10.000er Kinder, fast vorstellbar gemacht.

    Heute hat Hiroshima knapp 1,2 Millionen Einwohner. Ich wandere durch eine sehr moderne Großstadt. Eine Stadt ohne historische Bausubstanz. Die Burg und der Shinto-Schrein sind Rekonstruktionen. Obwohl das urbane Leben pulsiert, ist The A-bomb, wie der Abwurf hier nur genannt wird, allgegenwärtig. An vielen Gebäuden gibt es Darstellungen der ursprünglichen Bauten. Und manchmal ihrer Bewohner.

    Fast zufällig entdecke ich eine silberne Stupa auf einem bewaldeten Hügel am Stadtrand. Tatsächlich ist es eine Friedenspagode vom japanischen Nipponzan-Myōhōji Orden. Nach Wien, Rajgir in Indien und Lumbini und Pokhara in Nepal, meine fünfte Friedenspagode dieses Ordens. 75 weitere gibt es weltweit. Der Weg hinauf zur buddhistischen Futabayama Peace Pagoda führt zunächst über 433 Treppenstufen und durch viele rote Torii durch ein Shinto-Schrein Gelände. Oben öffnet sich eine tolle Aussicht über die Stadt bis zum Meer.

  • Tag 83 in Japan: Osaka

    Nur eine kurze Fahrt mit der Bahn ist es von Nara nach Osaka. Und doch eine Fahrt in eine andere Welt. Tempel und Schreine spielen in der 2,8 Millionen Einwohner zählenden Hafenstadt offenbar eine untergeordnete Rolle. Osaka ist Metropole des Handels, der Wirtschaft, des Ausgehens und Essens. Einen sehr bedeutenden, sehr alten und sehr schönen Shinto-Schrein finde ich trotzdem: Sumiyoshi-Taisha. Anfang des 3. Jahrhunderts begründet, lange bevor der Buddhismus und chinesische Einflüsse ins Land kamen, gilt die Architektur seiner Haupthallen als „urjapanische Ästhetik“. Die Sorihashi-Brücke, die zum Schrein führt, ist „nur“ rund 400 Jahre alt. Aber mit ihrer Steigung von 44 Grad eine echte Aufgabe. Übergang von der profanen Welt der Menschen in die spirituelle Welt der Götter.

    Für das eigentliche Osaka aber stehen die Ausgehviertel. Dotonbori, Shinsaibashi und Shinsekai unter dem Tsutenkaku-Tower. Wie mancherorts in Japan irgendwie old school. In den 1980ern stecken geblieben? Aber der Bummel macht Spaß!

    Modern, geradezu futuristisch und Wirtschaftszentrum ist das Viertel Umeda. Ein gläserner Hochgeschwindigkeitsaufzug bringt mich in den 35. Stock des Umeda Sky Building. Von dort geht es auf Rolltreppen in Glasröhren zwischen den beiden Türmen hoch in den 39. Stock. Die Aussichtsplattform befindet sich im 40. Stock. Und darüber das Highlight, der Skywalk zwischen den Gebäuden, unter freiem Himmel auf 173 Metern Höhe. Guter Ort für den Sonnenuntergang.