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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Indien).
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Neueste Beiträge:
- Tage 87 bis 90 in Indien: Delhi / New Delhi I

Für die letzten sechs Tage meiner Reise bringt mich der Bus in sechs Stunden von Rishikesh nach New Delhi. Auch der Hauptstadt wird i.d.R. nachgesagt dass sie chaotisch, laut und schmutzig ist. Und sie ist es auch. Aber nach Großstädten wie Patna, Varanasi, Gorakhpur und Lucknow, kommt mir Delhi moderner und leichter zu händeln vor. Benutzbare Gehwege und funktionierende Ampeln erhöhen meine Überlebenschancen als Fußgänger im Straßenverkehr. Und mit der Metro lässt sich die 28-Millionen-Metropole gut erschließen. „Pilgerziele und Heilige Orte der Weltreligionen“: In Delhi gibt es einen besonderen Tempel einer mir neuen Weltreligion: Baha’i ist, nach dem Christentum, die in den meisten Ländern der Welt vertretene Religion. Im 18. Jahrhundert in Persien entstanden, ist ihr Kern die Einheit: Die Einheit Gottes, unabhängig von Religionen und die Einheit der Menschen unabhängig von ihrer Herkunft. „Es gibt nur einen Gott und nur ein Land“. Der Lotus-Tempel, von den Baha’i „House of Worship“ genannt, ist auch architektonisch eine Besonderheit. In der großen Andachtshalle gibt es keinerlei religiöse Symbole: Jeder soll sich für sein Gebet seiner Religion willkommen fühlen.
Der Red Fort Complex, Humayun’s Tomb und Qutb Minar sind UNESCO-Welterbestätten. Ähnlich wie in Agra ist das Red Fort weniger eine militärische Festung, sondern eine große repräsentative Palastanlage. Regierungssitz der Mogulkaiser, im 17. Jahrhundert von Shah Jahan (der auch das Taj Mahal errichten ließ) erbaut, der damit auch Delhi gründete. Gegenüber, auf einem Hügel über dem Basar, thront Jama Masjid vom gleichen Erbauer: Die große Freitags-Moschee. Zusammen bilden sie das Herz von Old Delhi. Delhi liegt am Yamuna-River, dem heiligen Fluss, dessen Ursprung in Yamunotri und Mündung in den Ganges in Prayagraj ich erlebt habe. Am Raj Ghat am Fluss wurden 1948 die sterblichen Überreste von Mahatma Gandhi verbrannt. Heute als Gandhi Samadhi eine Gedenkstätte für den geistigen Vater des modernen Indien.
Der Akshardham-Tempel ist ein moderner hinduistischer Tempel-Großkomplex der neueren BAPS-Strömung. Trotz seiner gigantischen Ausmaße ist er beeindruckend schön gestaltet. Der Tempel ist außen aus rotem Sandstein und innen aus weißem Marmor. Den Sockel umfassen 148 unterschiedliche Elefantenskulpturen. Neben dem Tempel und den großen Außenanlagen gehören zum Besuch auch die Exhibition Hall mit Darstellungen des mythologischen und eines modernen Hinduismus mittels animierter Figuren, ein Filmtheater mit riesiger Leinwand, ein „Cultural Boat Ride“ durch die Kulturgeschichte Indiens und schließlich nach Sonnenuntergang die Wasser- und Lasershow! Ein spirituelles, hinduistisches Disney-Land. Das Mitbringen von Kameras, Handys und elektrischen Geräten in die Anlage ist allerdings untersagt. Die Kontrollen sind streng.
- Tage 83 bis 86 in Indien: Rishikesh II

Die Rückreise von Badrinath nach Rishikesh bedeutet nochmal eine lange waghalsige Busfahrt von 3.150 auf 360 Höhenmeter. Zwölf Stunden für 290 Kilometer.. An der Strecke liegt noch ein besonderer Ort: Devprayag. Hier mündet der Alaknanda-River, dem die Straße seit Badrinath gefolgt ist, in den Bhagirathi-River, dem Oberlauf des Ganges, der aus Gangotri/Gaumukh kommt. Ab dieser Vereinigung wird der Heilige Fluss auch offiziell Ganges genannt. Eine Zwischenübernachtung will ich dafür nicht mehr extra einlegen. Aber verdrehe mir im Bus den Kopf um den Zusammenfluss des eher bräunlichen Alaknanda mit dem grünen Wasser des Bhagirathi zu sehen. Die Straße folgt dem Ganges bis Rishikesh.
Elefanten habe ich in Indien bislang nur in Gorakhpur gesehen: Als Lasttiere mitten im Verkehr einer vierspurigen Hauptstraße. Die Tiere wirken ruhig, trotzdem ist es ein bedrückender Anblick. Ab Rishikesh kann ich mir eine Fahrt zum nahen Rajaji National Park und eine „Jeep Safari“ organisieren. Rajaji gehört nicht zu den großen bedeutenden Parks aber die Natur der Gangesebene ist schön und er bietet Tieren einen wichtigen Rückzugsort. Von Tigern gibt es erwartungsgemäß nur frische Spuren im Sand zu sehen. Aber die Elefanten leben frei.
Nach der kräftezehrenden Char Dham Yatra plane ich drei ruhigere Tage in Rishikesh ein. Und komme vom Regen in die Traufe: Aus der eisigen Kälte des Himalaya in 44 bis 46 Grad Hitze. Nochmal besuche ich den Sivananda-Ashram, folge den Ghats am Ganges und nehme schließlich mit der traditionellen Arati am Sri Sathya Sai Ghat Abschied vom Heiligen Fluss, der ab dem Start in Patna, über Varanasi, Prayagraj, Haridwar, Rishikesh, Gangotri und Gaumukh, die zentrale Achse meiner Reise war.
- Tag 82 in Indien: Mana

Mit einem einstündigen Fußmarsch ab Badrinath erreiche ich Mana: Das letzte Dorf Indiens. Bzw. im eigenen Selbstverständnis „First Indian Village Mana“. Knapp 30 Kilometer dahinter liegt die Grenze zu Tibet / China. Allerdings am Mana-Pass, nochmal ca. 2.600 Meter höher. Plötzlich wehen wieder tibetische Flaggen. Und die Gesichtszüge und das Verkaufsangebot mancher Menschen muten tibetisch an. Der kleine Saraswati-Tempel liegt direkt am Saraswati-Wasserfall, kurz bevor der in den Alaknanda mündet. Die großen goldenen Skulpturen der Pandavas zeigen die mythologischen Figuren aus der Bhagavad Gita auf ihrem letzten Gang, den sie ab hier vom Himalaya in den Himmel angetreten haben sollen. Und mythologisch „Erste Liga“ sind zwei kleine Höhlen am Ort: In der Vyas Gufa soll der Weise Vyasa das große Epos Mahabharata (einschl. der Bhagavad Gita) gesehen und diktiert haben. In der Ganesh Gufa hat es der göttliche Schreiber Ganesha niedergeschrieben. Trotzdem ist der Run auf diese Heiligtümer eher gering. Die Pilger konzentrieren sich auf den Badrinath-Tempel. In Mana herrscht sonnige Ausflugsstimmung.













































































































