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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Indien).
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Neueste Beiträge:
- Tage 63 und 64 in Indien: Chandigarh II

Um einen Kontrolltermin in der Dentalklinik wahrnehmen zu können, reise ich ein weiteres Mal nach Chandigarh. Beim Aussteigen aus dem klimatisierten Bus begrüßt mich die Planstadt Le Corbusier’s mit 40 Grad. Am Folgetag hat es 43 Grad. Kühler ist es in den Museen, die ich beim ersten Mal nur von außen sehen konnte: The Government Museum and Art Gallery sowie the Chandigarh Architecture Museum (City Museum). Neben den Ausstellungen ist die Architektur der Gebäude interessant. Das Architektur Museum ist einem Ausstellungspavillon Le Corbusiers für Zürich von 1965 abgeleitet worden. Es zeigt den Entstehungsprozess der Stadt. Im Kunstmuseum gibt es schöne Skulpturen des Buddhismus und des Hinduismus aus den vergangenen beiden Jahrtausenden zu sehen. Die Präsentation scheint seit den 1960er Jahren unverändert. Allerdings fehlt ein Teil: Wegen Wasserschäden zur Seite geräumt.
Natürlich inspiriert mich die Schautafel „Religious Buildings in Chandigarh“ zu neuen Erkundungen: Zu den wenigen sakralen Gebäuden die bereits im Masterplan vorgesehen wurden, gehören eine Kathedrale, realisiert 1977, ein Sikh-Tempel (1960) und eine Moschee (1969).
- Tage 60 und 61 in Indien: Triund Hill

Auf 1.700 Meter Höhe über dem Kangra-Tal in den Voralpen des Himalaya gelegen, ist McLeod Gani guter Ausgangspunkt verschiedener Trecks in die Berge. Die, wohl zu Recht, populärste Tour führt auf den Triund Hill und verspricht tolle Blicke auf die dahinter liegende Dhauladhar-Kette. Ich will nicht nur zum Triund Plateau, sondern hoch bis zum Gipfel und entscheide mich deshalb für die zweitägige Variante. Wozu schleppe ich sonst seit drei Monaten ein Zelt mit mir herum? Anders als in Nepal mit seinen farbenfrohen Wäldern, ist es hier bereits ab 2.000 Metern Höhe trocken und karg. Das Plateau auf 2.850 Meter bietet die letzten Möglichkeiten für Einkehr und Übernachtung. Es herrscht reges Treiben. Und es gibt auch genügend Platz für Cricket. Das Ziel der Wenigen, die weiter gehen, ist Snowline, der Beginn der Schneefelder. Selfies im Schnee sind in Indien begehrt. Ab hier bin ich auf den letzten hundert Höhenmetern allein. Technisch ist die Tour, vielleicht abgesehen vom Grat unter dem Gipfel, nicht schwierig. Aber 1.890 Höhenmeter auf 10,5 Kilometer wollen bestiegen werden. Auf dem kleinen Gipfelplateau finde ich einen hinduistischen Schrein und ein offenes Dach. Ob das Dach zum Tempel gehört oder eine Art Shelter ist, ist unklar. Als ich auch bei Einbruch der Dunkelheit noch allein bin, entscheide ich auf Shelter und baue mein Zelt darunter auf. Auf 3.280 Metern Höhe sitze ich den 4.500 Meter hohen Gipfeln der Dhauladhar-Kette direkt gegenüber. Preis für den Sonnenuntergang und -aufgang sind nicht Auf- und Abstieg, sondern die eiskalte Nacht dazwischen.
- Tage 54 bis 61 in Indien: McLeod Ganj

Vier Wochen nach Pokhara in Nepal erreiche ich wieder den Himalaya. Diesmal im äußersten Norden Indiens. Mit dem Bus (200 km, 5 1/2 Stunden, die Federung ist komplett durch) komme ich von Amritsar nach McLeod Ganj: Ursprünglich ein kleines Dorf auf 1.700 Meter Höhe in den Steilhang gebaut. Aber nach seiner Flucht aus Tibet seit 1960 Exil des Dalai Lama, Sitz der tibetischen Exilregierung und Zuflucht mehrerer tausend Exil-Tibeter. Klein-Tibet in Indien! Es gibt keine historischen Heiligtümer, aber der Ort ist geprägt vom Sitz und persönlichen Tempel, Tsuglagkhang-Komplex, des Dalai Lama am Ortsrand, vielen tibetisch-buddhistischen Klöstern, Schulen und Einrichtungen und buddhistischen Mönchen und Nonnen im Straßenbild. Der Tempel seiner Heiligkeit ist zugänglich und viel besucht. Ruhig ist es am Umrundungsweg Kora Circuit. Etwas unterhalb vom Dorf ist der Sitz der Exilregierung mit Verwaltung, Ministerien und dem Parlament. Und dem gut gestalteten Tibet Museum.
Für eine öffentliche Audienz, blessing line, beim 14. Dalai Lama kann ich mich nicht registrieren. Es finden wohl nicht mehr viele statt. Aber zur monatlichen Long-Life-Prayer-Zeremonie im Haupttempel bekomme ich Zugang. Bei seiner Ankunft (aus der gegenüber liegenden Residenz), der Begrüßung und Verabschiedung, stehe ich seiner lächelnden Heiligkeit plötzlich überraschend nahe. Die Zeremonie im Tempel verfolge ich mit vielen Menschen auf der Großbildleinwand. Buttertee und Biskuits werden auch uns gereicht. Die Zeremonie ist ein gelebtes Beispiel für die tibetisch buddhistische Gelugpa Tradition des Dalai Lama, mit der ich mich im Museum nur theoretisch befasst habe. Und gleichzeitig erinnert mich die Veranstaltung an die Pilger-Audienz bei Papst Leo XIV. im vergangenem Jahr. Elektronische Geräte dürfen nicht mitgebracht werden. Aber das Office seiner Heiligkeit (OHHDL) stellt einen live Mitschnitt zur Verfügung. Daraus stammen meine Bilder:
Bilder: OHHDL
Ich besuche den Musikabend im tibetischen Kulturinstitut. Es wird betont dass es nicht nur um Musik oder Folklore geht, sondern um die Bewahrung der Identität eines Volkes durch seine Kultur. Der buddhistische Gaden Jangtse Lahmo Khang Tempel ist zwischen den beiden Hauptgassen des Dorfes eingezwängt. Zunächst ist er nur eine Hülle für einen großen Stupa. Der eigentliche kleine Tempel steht wie ein Penthouse auf dem Dach. Wanderungen durch den Wald und die Nachbardörfer bringen mich zur protestantischen neugotischen Kirche St. John in the Wilderness mit einem kleinen christlichen Friedhof aus dem 19. Jhd. mitten im Wald, zum Bhagsu Naag Tempel der der mystischen Schlangengottheit geweiht ist die auch Herrin über das Wasser ist, es darf gebadet werden, zum Wasserfall in der Schlucht dahinter und zu einem weiteren einsamen Naag Tempel.





























































































































