Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Südkorea).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
(current: Japan).
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Neueste Beiträge:

  • Tage 22 bis 25 in Südkorea: Busan

    Sehr unkompliziert reist es sich in Südkorea mit dem Fern- bzw. Expressbus. Er bringt mich auch nach Busan, bereits im Süden der Halbinsel. Mit 3,3 Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes, hat sie für mich zunächst nicht das gewaltige internationale Glitzern Souls, aber beeindruckend ist die Stadt! Wieder führt mich ein erster Weg zur blauen Stunde zum Aussichtspunkt auf dem Berg über der Stadt. Als „schönster Tempel Südkoreas“ bezeichnet sich Haedong Yonggungsa. Er ist es nicht. Ich kann das inzwischen beurteilen. Aber seine Lage, direkt an der Küste, ist tatsächlich einmalig schön. Wieder begegnet mir hier der hochverehrte Bodhidharma. Der Mönch soll im 5. Jahrhundert den Chan-Buddhismus aus Indien nach China gebracht haben, aus dem sich dann in Korea der Seon- und in Japan der Zen-Buddhismus entwickelt hat. Für unsere Begriffe wird er wie eine Karikatur dargestellt, dabei soll damit tiefste meditative Versenkung ausgedrückt werden – oder doch sein Zustand nachdem er neun Jahre lang vor einer Wand meditiert hat. Ich wandere weiter, immer der Küste entlang, die Millionenstadt im Rücken.

    Aus dem 7. Jahrhundert sind sowohl der Beomeosa- als auch der Tongdosa-Tempel. Während Beomeosa als Seon-Kloster die Meditationslinie Bodhidharmas weitergibt, steht Tongdosa -UNESCO-Weltkulturerbe- für die unmittelbare Verehrung des historischen Buddha. In der kleinen Stupa hinter der Haupthalle sollen dessen Reliquien verwahrt sein. Buddha-Skulpturen gibt es in der Halle deshalb nicht.

    Dasselbe Problem wie mit den Schuhen in Japan, stellt sich in Südkorea: Seit Tagen kann ich keine Socken in meiner Größe finden. Ich gehe zum Äußersten und fahre zu Shinsegae Centum City: Das größte Kaufhaus der Welt! Ich sehe vieles (auch einen schönen Themenpark auf dem Dach) aber finde nichts.

  • Tage 18 bis 21 in Südkorea: Gyeongju

    Wieder eine Stadt von der ich bis vier kurzem noch nie gehört habe und deren Name ich nicht aussprechen kann. Und trotzdem sehe und erlebe ich nun vier Tage lang viel spannendes dort. Bereits im Hostel bekomme ich meinen Laufzettel zu den Sehenswürdigkeiten in die Hand gedrückt. Es gibt aber auch außergewöhnlich viel zu entdecken: Vom ersten bis ins 10. Jahrhundert war Gyeongju die Hauptstadt des Königreichs Silla, das über Jahrhunderte die ganze koreanische Halbinsel regierte. Bereits im sechsten Jahrhundert wurde der Buddhismus als Staatsreligion eingeführt. Die Könige förderten den Tempelbau und buddhistische Kunst in ihrer Hauptstadt. Zeugnisse davon finden sich heute in großen Grünanlagen überall in der Stadt. Und die Könige ruhen in großen, grünen Grabhügeln.

    Und es sind die drei Feiertage des Erntedank- und Familienfestes Chuseok. Vielleicht das wichtigste Fest im Jahr, eine seltene Unterbrechung des straffen koreanischen Beruflebens. Die Stadt ist voller Familien in Ausflugsstimmung, am Abend verwandeln sich die Grabhügel in Projektionsflächen für Lightshows, es gibt Lasershows im Park, Musik und eine große Aufführung „Der fünf Künste von Silla“.

    Pilgerstätte, Ort buddhistischer Kunst und buddhistisches Museum im Bergwald ist der heilige Berg Namsan. Während der Tageswanderung über den Berg passiere ich unzählige Felsreliefs und Skulpturen aus der Silla-Periode. Manche auf den Felswänden kaum noch zu erkennen, andere noch immer bewegend schön. Ich versuche mir vorzustellen, mit welcher Motivation die Menschen vor 1.500 Jahren diese meterhohen Darstellungen in den Fels gemeißelt haben.

    Bulguksa, der „Tempel des Buddha-Landes“, liegt am Hang des Tohamsan-Berges. Seine beiden unterschiedlichen Steinpagoden aus dem 8. Jahrhundert stehen für den Buddha der Vergangenheit und den Buddha der Gegenwart. Wobei der historische Buddha der der Gegenwart ist. Und beziehen sich damit auf die Lehrreden Buddhas am Geierberg. Dem Beginn meiner Indienreise. Das UNESCO-Weltkulturerbe „Seokguram-Grotte und Bulguksa-Tempel“ bildet der Tempel gemeinsam mit der künstlichen Grotte aus Granit aus dem 8. Jahrhundert oben am Berg. Die über 3,5 Meter hohe Buddha-Skulptur in der Grotte gilt als die schönste Ostasiens. Sehr schön ist sie jedenfalls.

  • Tage 15 bis 17 in Südkorea: Daegu

    Daegu: Mitten im quirligen Zentrum der 2,4-Millionen-Einwohner-Stadt übernachte ich in einer traditionellen Hanok-Unterkunft. Und werde von der Touri-Info auf die Stempel-Ralley Cours 2, Modern Cultural Street geschickt.

    Die weitläufige Anlage des Donghwasa Tempel im Palgongsan Nationalpark überspannt mehr als 1.200 Jahre buddhistische Geschichte: Das Donghwasa Maaeyeorae Jwasang, „Felsrelief des sitzenden Buddha von Donghwasa“, stammt aus dem 9. Jahrhundert. Die 17 Meter hohe Statue des Yaksa Yeorae, Buddha der Heilung, stammt aus dem Jahr 1992 und steht nicht nur für Heilung sondern für den Wunsch nach friedlicher Wiedervereinigung Koreas. Aber auch in Korea sind die Übergänge fließend: Wie in vielen anderen Tempeln gibt es neben den Hallen zur Verehrung der Buddhas auch einen besonders gern besuchten Schrein für Sanshin, den Berggeist aus dem koreanischen Schamanismus.

    Mit dem Palgongsan Cablecar komme ich am Nachmittag auf den Mount Palgong und wandere ab dort auf Dongbong Peak und Birobong Peak.

    Nicht um Stempel, sondern um hölzerne Druckstöcke geht es im Haeinsa Tempel, 70 Kilometer westlich von Daegu: Die Tripitaka Koreana, 81.258 beidseitige Druckstöcke mit über 52 Millionen geschnitzten chinesischen Schriftzeichen aus dem 13. Jahrhundert, die den gesamten buddhistischen Kanon umfassen. Welterbe im Welterbe: Die Druckstöcke sind UNESCO-Weltdokumentenerbe, die schlichten Lagergebäude mit der raffinierten Luftzirkulation aus dem 15. Jahrhundert sind UNESCO-Weltkulturerbe. Zu sehen (und zu fotografieren) sind die langen Regale mit den Druckstöcken nur durch die Lüftungsschlitze.