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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Indien).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey.
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Neueste Beiträge:
- Tage sechs bis acht in Indien: Bodh Gaya
Mit der Bahn und dem TukTuk komme ich nachts um 02:45 Uhr in Bodh Gaya an. Die drei Tage dort sind gut. Neben den Orten der Geburt, der ersten Lehrrede und dem Eintritt ins Nirvana des historischen Buddha (die noch auf meiner Route liegen) gehört Bodh Gaya, wo Siddhartha Gautama nach fünf-wöchiger Meditation unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung fand und zum Buddha wurde, zu den vier heiligsten Orten des Buddhismus. Oft wird es als wichtigstes buddhistisches Pilgerzentrum der Welt bezeichnet.
Am Ort der Erleuchtung steht heute ein mächtiger Nachkomme des besagten Bodhi-Baum. Und darum herum eine beeindruckende Tempelanlage: Mahabodhi. Deutlich spürbar ist, dass das keine touristische Attraktion sondern ein Ort gelebter Spiritualität ist. Buddhisten aus ganz Asien, vorwiegend Pilgergruppen von Mönchen oder Nonnen, und vereinzelt Menschen aus dem „Westen“, kommen hier her um ihre Religion intensiv und ganz unterschiedlich zu praktizieren.
Ich verbringe einen Nachmittag und, am nächsten Tag, einen Abend in der spirituell dicht aufgeladenen Atmosphäre der Tempelanlage.
Nicht nur das Fotografieren, sondern bereits das hineinbringen jeglicher elektronischer Geräte in die Anlage, ist verboten und wird streng kontrolliert.
Im Kern der Kleinstadt verteilt sich eine Vielzahl weiterer buddhistischer Tempel: Jede größere buddhistische Nation bzw. Strömung will mit einem eigenen Tempel am Ort der Erleuchtung präsent sein. I.d.R stehen diese Tempel nicht allein sondern gehören zu einem entsprechenden Kloster.
In zwei Tagen konnte ich 16 dieser Tempel besuchen. Vielleicht etwas exzessiv aber es führt mir die Vielfalt der Religionen bereits im Buddhismus vor Augen.
Zu Mittag bekomme ich das Gewünschte an einem Streetfood-Stand nicht mehr. Der Händler lädt mich spontan ein, in einem Verschlag hinter dem Stand mit ihm und zwei Kollegen zu essen, was sie für sich selbst gekocht haben. Es gibt Fisch mit Curry und Reis. Besteck gibt es nicht. Das Essen ist spannend und die Einladung ehrlich. Trotzdem lehne ich das abschließende Marihuana ab.
Am Abend kann ich mit einer Gruppe japanischer Pilger an deren Zeremonie in japanischen Tempel teilnehmen.
- Der fünfte Tag in Indien: Nalanda und Bihar Sharif
Da ich nach Bodh Gaya nur ein Bahnticket am späten Abend bekomme, „gewinne“ ich einen Tag und entschließe mich nach Nalanda und Bihar Sharif zu fahren.
Obwohl es Weltkulturerbestätte ist, hatte ich Nalanda ursprünglich nicht auf dem Plan, da Ruinen von Universitäten nicht mein Interessenschwerpunkt sind. Tatsächlich handelte es sich bei der „Universität“ aber um das geistige Zentrum des Buddhismus und Jainismus. Vermutlich 5. Jhd. vor bis 6. Jhd. nach Christus. Entlang einer Längsachse sind an der Nordseite die Ruinen von 14 Klöstern und jeweils gegenüber von 14 Tempeln erhalten. Schon spannender.
Trotz vieler Besucher bin ich offenbar auch hier der einzige westliche „Ausländer“. Wie seit meinem ersten Tag in Patna werde ich als Exot betrachtet und behandelt. Oft werde ich angesprochen, nach Herkunft und Grund meines Hierseins befragt und um gemeinsame Fotos gebeten. Oder nur beobachtet und „heimlich“ fotografiert. Am Ganges in Patna wurde ich von einer jungen Frau in gutem Englisch ausführlich befragt und fotografiert, mit der Begründung dass sie hier in ihrer Gegend noch nie einen Ausländer gesehen habe.
In Bihar Sharif möchte ich am Nachmittag ein Heiligtum des Sufismus besuchen: Die Grabstätte des Sufi-Heiligen Makhdum Shah Sharif-ud-Din Yahya Maneri aus dem 13. Jahrhundert. Maps führt mich durch die engen Gassen der Kleinstadt in der Provinz. Aber hier reagieren die Menschen richtig verblüfft auf mich. In der Moschee werde ich wieder befragt und „unterwiesen“. Erhalte dann aber ungefragt die Erlaubnis das Heiligtum zu fotografieren.
- Der vierte Tag in Indien: Pawapuri
Nach einiger Abwägung entscheide ich mich, die knapp 25 km von Rajgir nach Pawapuri zu Fuß zu gehen. Entlang der Straße von Dorf zu Dorf. Bihar gilt als der ärmste Bundesstaat Indiens. Mindestens jeder dritte Mensch lebt unter der Armutsschwelle. Die Eindrücke aus diesem Fußmarsch (auch hier verbat es sich die Situation der Menschen unmittelbar zu fotografieren) werden mir eindrücklicher bleiben als die spannenden Tempel in Pawapuri.
In der Kleinstadt Pawapuri befindet sich das vielleicht wichtigste Heiligtum des Jainismus (einer etwa zur gleichen Zeit wie der Buddhismus entstandenen Religion, diesem nicht unähnlich, bekannt durch das Gebot des Ahimsa: Absolute Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen):
Der Shri Mahavirswami Jain Jal Mandir, ein Wassertempel, errichtet an der Stelle, an der der 24. und letzte Tirthankaras der Jain, Shri Mahavira, 527 vor Christus, Moksha, die endgültige Erlösung, erreichte. Darum herum befinden sich weitere wichtige Jaintempel.


































































