Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Japan).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
(current: Japan).
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Neueste Beiträge:

  • Kumano Kodo, Tage 4 bis 6

    Zwei weitere Tage durch die Wälder und über die Berge der Halbinsel. Der Ōgumotori-goe ist ein historischer Bergabschnitt: „Überquerung des großen Wolkenpasses“. Mit dem Gepäck meiner mehrmonatigen Reise auf dem Rücken. Aus dem Wald heraustretend, stehe ich direkt vor dem zweiten Großschrein, Kumano Nachi Taisha. Reduziert ist er nicht: Leuchtend rot liegen der Schrein und seine großen Torii am Berghang. Direkt daneben, die historische Verbindung der Religionen ist spürbar, der zurückhaltende buddhistische Tempel Seiganto-ji. Doch der eigentliche Hingucker, Titelbild mancher Japanbücher, liegt etwas darunter: Sanjūdō, die dreistöckige Pagode des Seiganto-ji, vor dem über 130 Meter hohen Wasserfall Nachi-no-Ōtaki.

    Meine Übernachtung in Nachi fällt glücklich: Am Abend wird das lokale Fest Nachikatsuura-chō Hanabi Taikai gefeiert. Gedenken an die Verstorbenen und Ahnen. Am Blue Beach, mit viel Streetfoot und einem 45 minütigen Feuerwerk.

    Etwas abseits der Berge und eher über Straßen erreichbar, liegt der dritte große Schrein, Kumano Hayatama Taisha in Shingu. Nach der Überlieferung sollen die Kumano-Gottheiten zuerst am Gotobiki-iwa, einem riesigen heiligen Felsen, herabgestiegen sein. Mich bringt der Bus. Der Aufstieg zum Kamikura-jinja, dem kleinen Schrein am Felsen, erfolgt über eine gewaltige, hohe, steile Naturstein-Treppe. Der ruhige Platz oben ist wunderschön, der Ausblick über die Stadt zum Pazifik spektakulär. Meine Kumano Kodo Pilgerreise endet hier ganz unspektakulär.

  • Kumano Kodo, Tage 1 bis 3

    Kumano Kodo: Nach dem Shikoku Henro, der hinter mir liegt, die zweite wichtige Pilgerreise in Japan. Eine Abstufung ist nicht möglich: Während der Henro eine buddhistische Reise ist, ist der Kumano shintoistisch. Während der Henro mit seinen 88 Tempeln eine über 1.100 Kilometer lange Rundwanderung um die Insel Shikoku ist, ist der Kumano ein Netz kürzerer Pilgerwege durch die Kii-Halbinsel zwischen drei Großschreinen. Während der Henro in seinen Grundzügen auf den Mönch Kukai im 7./8. Jahrhundert zurückgeht, ist die Tradition des Pilgerns auf dem Kumano Kodo seit dem 10. Jahrhundert belegt. Und für mich ist der Kumano nicht einfach noch ein Pilgerweg sondern er zeigt mir seinen ganz anderen Charakter: Während auf Shikoku die 88 Tempel im Vordergrund stehen, ist am Kumano tatsächlich der Weg das Ziel: Absolute Ruhe, spürbar uralte Wege durch mystische Wälder, großartige Aussichten, Naturerlebnis. Und abgesehen von den drei Hauptschreinen nur gelegentlich ein kleiner oder kleinster Schrein am Weg, der an den spirituellen Background erinnert. Sein Symbol, die dreibeinige Krähe Yatagarasu, steht für Führung, richtigen Weg und Beistand. UNESCO Welterbe „Sacred Sites and Pilgrimage Routes in the Kii Mountain Range“. Mountain Range: Zwischen 850 und 1.250 Höhenmeter Aufstieg sind es täglich.

    Ich entscheide mich für eine sechstägige Variante. Zunächst auf dem klassischen Abschnitt Nakahechi. In der schönen privaten Pilgerherberge hängen die Compostela aus Santiago de Compostela an der Wand. Das ältere japanische Paar spricht gerne über seine Pilgerwanderungen durch Frankreich, Spanien und Portugal. Mit der gasbefeuerten urtümlichen Pongashi-ki werden zum Dinner, d.h. für einen von vielen Gängen, Mais, Rais und Nudeln gepufft. Den zweiten Abend verbringe ich in Yunomine Onsen. Selbst das einfache Hostel hat sein eigenes Thermalbad. Im kleinen Quellbecken an der Straße werden Eier und Gemüse gekocht. Ein leichter Schwefelgeruch hängt über dem Ort.

    Am dritten Tag erreiche ich den wunderbar reduzierten Hauptschrein Kumano Hongu Taisha. Im Welterbezentrum wird die Partnerschaft mit dem Camino de Santiago sehr ernst genommen. Da ich nun beide Wege, den spanischen und den japanischen, belegen kann, werde ich als „Dual Pilgrim“ geradezu geehrt.

  • Tage 57 und 58 in Japan: Wakayama

    Für eine kleine Pause zwischen den beiden Pilgerreisen Shikoku Henro und Kumano Kodo, mache ich einen Zwischenstopp in der 350.000 Einwohner-Stadt Wakayama an der Kii-Meerenge. Schön über der Stadt gelegen sind sowohl die Samurai-Burg als auch der Tempel Kimii-dera. In der Haupthalle des Tempels wird eine elf Meter hohe Kanoon-Statue präsentiert. Die eigentliche, „geheime“ Hauptkultfigur hingegen wird der Öffentlichkeit nur alle 50 Jahre gezeigt. Und vor der Stadt liegt Kataonami Beach.