Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Indien).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey.

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Neueste Beiträge:

  • Der fünfte Tag in Indien: Nalanda und Bihar Sharif

    Da ich nach Bodh Gaya nur ein Bahnticket am späten Abend bekomme, „gewinne“ ich einen Tag und entschließe mich nach Nalanda und Bihar Sharif zu fahren.

    Obwohl es Weltkulturerbestätte ist, hatte ich Nalanda ursprünglich nicht auf dem Plan, da Ruinen von Universitäten nicht mein Interessenschwerpunkt sind. Tatsächlich handelte es sich bei der „Universität“ aber um das geistige Zentrum des Buddhismus und Jainismus. Vermutlich 5. Jhd. vor bis 6. Jhd. nach Christus. Entlang einer Längsachse sind an der Nordseite die Ruinen von 14 Klöstern und jeweils gegenüber von 14 Tempeln erhalten. Schon spannender.

    Trotz vieler Besucher bin ich offenbar auch hier der einzige westliche „Ausländer“. Wie seit meinem ersten Tag in Patna werde ich als Exot betrachtet und behandelt. Oft werde ich angesprochen, nach Herkunft und Grund meines Hierseins befragt und um gemeinsame Fotos gebeten. Oder nur beobachtet und „heimlich“ fotografiert. Am Ganges in Patna wurde ich von einer jungen Frau in gutem Englisch ausführlich befragt und fotografiert, mit der Begründung dass sie hier in ihrer Gegend noch nie einen Ausländer gesehen habe.

    In Bihar Sharif möchte ich am Nachmittag ein Heiligtum des Sufismus besuchen: Die Grabstätte des Sufi-Heiligen Makhdum Shah Sharif-ud-Din Yahya Maneri aus dem 13. Jahrhundert. Maps führt mich durch die engen Gassen der Kleinstadt in der Provinz. Aber hier reagieren die Menschen richtig verblüfft auf mich. In der Moschee werde ich wieder befragt und „unterwiesen“. Erhalte dann aber ungefragt die Erlaubnis das Heiligtum zu fotografieren.

  • Der vierte Tag in Indien: Pawapuri

    Nach einiger Abwägung entscheide ich mich, die knapp 25 km von Rajgir nach Pawapuri zu Fuß zu gehen. Entlang der Straße von Dorf zu Dorf. Bihar gilt als der ärmste Bundesstaat Indiens. Mindestens jeder dritte Mensch lebt unter der Armutsschwelle. Die Eindrücke aus diesem Fußmarsch (auch hier verbat es sich die Situation der Menschen unmittelbar zu fotografieren) werden mir eindrücklicher bleiben als die spannenden Tempel in Pawapuri.

    In der Kleinstadt Pawapuri befindet sich das vielleicht wichtigste Heiligtum des Jainismus (einer etwa zur gleichen Zeit wie der Buddhismus entstandenen Religion, diesem nicht unähnlich, bekannt durch das Gebot des Ahimsa: Absolute Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen):

    Der Shri Mahavirswami Jain Jal Mandir, ein Wassertempel, errichtet an der Stelle, an der der 24. und letzte Tirthankaras der Jain, Shri Mahavira, 527 vor Christus, Moksha, die endgültige Erlösung, erreichte. Darum herum befinden sich weitere wichtige Jaintempel.

  • Der dritte Tag in Indien: Rajgir

    Dass die Bahnfahrt nach Rajgir organisatorisch und praktisch gut funktioniert hat, macht mich für die weitere Reise zuversichtlich.

    Die Situation (um nicht dass Wort Zustände zu benutzen) in der Kleinstadt scheint der in Patna ähnlich. Nur unmittelbar an den buddhistischen Heiligtümer ist es ruhig.

    Zwei, die zu den wichtigsten Orten im Buddhismus gehören, liegen am Stadtrand von Rajgir:

    Der Geierberg / Griddhakuta, wo der historische Buddha, der hier zeitweise lebte, sich zur Meditation zurückzog und seine wichtigsten Lehrreden (Lotus-Sutra und Sakkapañha-Sutta) vor seinen engsten Schülern hielt.

    Und Venuvana, wo Buddha in einem vom König Bimbisara geschenkten Bambushain vor 2520 Jahren das erste buddhistische Kloster gründete und so den Wandel vom Wanderpredigertum zum monastischen Buddhismus begründete.

    Besondere Momente waren die buddhistische Zeremonie auf Griddhakuta und der Abend, als letzter Gast im japanischen Tempel und an der Stupa. Und das Nilgau am Wegrand…