Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Japan).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
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Neueste Beiträge:

  • Tag 79 in Japan: Uji

    Auf der Durchreise noch schnell eine UNESCO-Weltkulturerbestätte mitnehmen: Auch in der Anlage des Byodo-in Tempel in der Kleinstadt Uji spielen die eigentlichen Tempelhallen keine große Rolle. Architektonisch einzigartig und einfach nur schön ist stattdessen die Phönix-Halle. Original aus dem 11. Jahrhundert. 1000 Jahre alt, unvorstellbar wenn man heute davor steht. Und bewegend schön, weil wunderbar präsentiert, sind die fliegenden Bodhisattvas auf Wolken, ursprünglich originale Ausstattung der Halle, heute im kleinen aber hochmodernen unterirdischen Museum des Tempels.

  • Tage 78 und 79 in Japan: Kyoto 2

    Zwei weitere Tage Kyoto.

    Rokuon-ji Tempel und der goldene Pavillon: „Das extrovertierte, prachtvolle Meisterwerk der Stadt“. Drei Stockwerke aus drei verschiedenen Bauepochen, die beiden oberen komplett vergoldet. Darüber thront ein goldener Phönix. Und alles spiegelt sich im Teich davor. Die eigentlichen Haupt- und Nebenhallen des Tempels gehen dagegen unter. Jisho-ji Tempel und der silberne Pavillon: „Die introvertierte, dezente Schönheit Japans“. Silbern ist der Pavillon nicht, die Finanzen haben es wohl nicht mehr hergegeben. Der riesige Kegel aus weißem Sand im Trockengarten steht für die Schönheit im Vergänglichen. Und den Mount Fuji. Sehr schöne Gärten haben beide Tempel.

    Sehr hübsch entlang eines kleinen Kanals und vorbei an vielen kleineren Tempeln führt der Philosophenweg, vom Jisho-ji zum großen Nanzen-ji. Einer der wichtigsten Zen-Tempeln seit dem 13. Jahrhundert. Und Kuriosität, da ein Aquädukt über sein Gelände führt.

    Do you Kyoto? Tatsächlich eine Erinnerung an die Klimaschutzkonferenz 1997.

    Nochmal weltliche Macht. Aber auch religiöser Führungsanspruch. Kieswege führen durch das Gelände, zwischen die Hallen und Paläste und durch den Park der kaiserlichen Residenz. Betreten können die Gebäude nicht werden. Aber offene Tore bieten schöne Einblicke in die Hallen.

    Wenn Du die KI mit der Frage marterst, wo Kyoto jenseits von Tempeln, Schreinen und Palästen außergewöhnlich ist, dann schickt sie Dich zum Hauptbahnhof: Grand Staircase, Sky Garden und Skyway.

    Auch vier weitere Tage in Kyoto hätten gut gefüllt werden können. Aber in Nara warten die Hirsche.

  • Tage 76 und 77 in Japan: Kyoto 1

    Wo Japan am japanischsten ist: Kyoto! Bis ins 19. Jahrhundert, fast 1.100 Jahre lang, Hauptstadt Japans, Sitz der Tenno und damit politisches, kulturelles und spirituelles Zentrum des Landes. Von Zerstörung im 2. Weltkrieg weitgehend verschont, von Bausünden der 1960er Jahre eher nicht. UNESCO-Weltkulturerbe „Historisches Kyoto“. Mehr als 1.600 buddhistische Tempel und 400 Shinto-Schreine soll es in der Stadt geben, Burgen und Paläste. Es gilt eine Auswahl zu treffen.

    Die Burg Nijo-jo, Residenz der Shogune, beeindruckt weniger wegen ihrer Wassergräben und dicken Mauern, sondern mit den wunderschönen Bemalungen der Innenräume. Was nicht perfekt ist wird perfekt besprochen: Aus quitschenden Dielen wird der Nachtigallenboden.

    Der Tempel Kiyomizu-dera steht schön am Steilhang über der Stadt. Vor der Haupthalle liegt eine weite, 13 Meter hohe Holzterrasse. Es gab die Tradition sich hinunter zu stürzen: Wer es überlebte, dem sollten alle Wünsche erfüllt werden. Heute ist das Springen trotzdem verboten.

    Einer der ältesten und bedeutendsten buddhistischen Tempel ist To-ji mit der höchsten Holzpagode Japans und zwei monumentalen Haupthallen. Hier begegnet mir Pilgermönch Kukai, aus Shikoku und Koya-san, wieder: Vom Tenno wurde er mit der Gründung und Leitung des Tempels beauftragt. In einer Halle stehen drei gigantische Buddha-Skulpturen, in der anderen das „dreidimensionale Mandala“, eine spektakuläre Anordnung von 21 Groß-Skulpturen, die Kukai zur Visualisierung des esoterischen Buddhismus Anfang des 9. Jahrhunderts errichtet lies. Fotografieren darf ich nichts davon. Schön ist aber auch seine ehemalige Residenz am Rand der Anlage.

    Dem Zen-Buddhismus hingegen zugehörig, ist Tofuku-ji. Neben der großen Haupthalle gibt es ein beeindruckendes 22 Meter hohes Zen-Tor aus dem frühen 15. Jahrhundert, die überdachte Tsuten-kyo-Brücke die ein kleines Tal überspannt und teils moderne, teils traditionelle Zen-Gärten.

    Selfie und Instagram Hotspot, angeblich einer der beliebtesten Fotospots der Welt: Fushimi Inari Taisha. Der Shinto-Schrein aus dem 8. Jahrhundert ist Inari, der Shinto-Gottheit des Reises, der Landwirtschaft und dem geschäftlichen Erfolg gewidmet. Unter diesem Aspekt spenden Firmen die Torii als Opfergaben. Nicht nur der Tempelkomplex sondern der ganze, 233 Meter hohe Berg Inari, zu dessen Füßen der Tempel liegt, gelten als heilig. Kilometerlange Tunnel aus über 10.000 leuchtend roten Torii führen vom Tempel bis zum Gipfel. Ich entscheide mich erst am Abend hin zu gehen. Mit dieser Idee bin ich nicht allein. Aber je höher ich am Berg komme, desto stiller wird es. Ganze Abschnitte habe ich für mich allein. Beidseits der Wege durch die Torii, liegen unzählige kleine und kleinste Schreine, keiner ohne die Füchse Kitsune. Die kleinen roten Holztorii, die die Gläubigen als Opfergaben ablegen, stapeln sich. Inzwischen ist es stockdunkel. „Beware of Wild Boars!“