Muxia 2022

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Auf meinem Reiseblog im Sabbatjahr 2026/27 sowie zu meinen früheren (Pilger-) Wegen. Hier auf der Startseite findest Du immer die drei aktuellsten Beiträge. Alle weiteren Posts, eine Karte mit meinem Standort bzw. der zurückgelegten Route usw. findest Du dann auf der Seite der jeweiligen Reise (aktuell: Südkorea).
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On my travel blog during my sabbatical year 2026/27, as well as about my earlier (pilgrimage) journeys. Here on the homepage you will always find the three most recent posts. All further entries, a map showing my current location or the route already covered, and more can be found on the page of the respective journey
(current: Japan).
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Neueste Beiträge:

  • Tage 11 und 12 in Südkorea: Pyeongchang und Jinbu

    „Hanadoen Yeoljeong“ Passion. Connected. Pyeongchang! Die olympischen Winterspiele 2018 fanden hier statt. Das überdimensionierte Hotel am Eingang des Odaesan-Nationalpark ist mit Olympia-Erinnerungsstücken gespickt. Mehrere spannende Tempel gibt es im Nationalpark. Im Glockenpavillon des Sangwonsa-Tempel hängt die älteste Glocke Koreas hinter Glasscheiben: Über 1.300 Jahre alt. Schön durch den Wald führt der Weg hoch am Odaesan-Massiv. Ich passiere die „Löwen Einsiedelei“ Jungdae Sajaam. Aus Lautsprechern, die in den Steinlaternen am Weg verborgen sind, legt sich hier oben das rhythmische Chanten und Trommel des Mönchs im Haupttempel über den Weg. In der kleinen Halle des Jeokmyeolbogung-Tempels gibt es keine Buddha-Skulptur: Als reale Gegenwart Buddhas gelten stattdessen Reliquien des historischen Buddha, die ein Mönch im siebten Jahrhundert aus China hierher gebracht haben soll. Die Reliquien sollen im Grashügel hinter dem Tempel unter einem kleinen, unscheinbaren aber uralten Stupa verwahrt sein. Jeokmyeolbogung gilt deshalb als einer der heiligsten Plätze Koreas. Trotzdem habe ich ihn an diesem sonnigen Nachmittag für mich allein.

    In Jinbu findet der regionale, traditionelle Fünftagemarkt statt. Mit allem was die Menschen verspeisen. Berge frischer und getrockneter Fische möchte ich nicht wieder fotografieren. Aber im Zentrum der Kleinstadt entdecke ich auch zwei christliche Kirchen.

  • Tage 6 bis 9 in Südkorea: Sokcho

    Start der Südkorea-Rundreise jenseits von Seoul: Mit dem Express Bus fahre ich nach Sokcho an der Ostküste, nur rund 40 Kilometer südlich der demilitarisierten Zone. Einige Korea-typischen Hochhäuser und das Riesenrad stehen praktisch direkt am Strand. Ich mache einen ersten Abendspaziergang:

    Meine Reise orientiert sich an der „Pilgerreise zu den 33 Avalokitesvara- bzw. Gwaneum-Heiligtümern Koreas“. Alle 33 Heiligtümer des Bodhisattva des Mitgefühls werde ich nicht besuchen, um mich nicht darauf zu beschränken, aber zwei waren es bei Seoul und zwei, sehr unterschiedliche, sind es bei Sokcho. Naksansa, gegründet im Jahr 671, ist der Küstentempel: Seine Hallen und Pavillons stehen spektakulär auf den Felsen über dem Ostmeer.

    Sinheungsa, aus dem Jahr 652, ist der Bergtempel: Er liegt im Seoraksan-Nationalpark hinter der Stadt. Tongil-daebul, der „Große Buddha der Wiedervereinigung“ gibt dem Tempel eine moderne symbolische Dimension: Stetiges Gebet für Frieden und die Wiedervereinigung Koreas. Im Nationalpark wandere ich durch Wald und Granitfelsen zum Ulsanbawi-Gipfel. Wandern ist Volkssport in Südkorea: Wie ich es bereits anderswo beobachtet habe, haben sich die Menschen im Outdoor-Laden maximal umfangreich ausrüsten lassen. Dabei sind die Wege erstaunlich gut und bequem ausgebaut. Aber 700 Höhenmeter auf vier Kilometer müssen trotzdem überwunden werden.

  • Südkorea: Zwei weitere Tage in Seoul

    Mit Bongeunsa besuche ich einen buddhistischen Tempel aus dem 8. Jahrhundert, der heute, von Hochhäusern umzingelt, mitten im modernen Stadtteil Gangnam liegt. Mir fällt etwas auf, das mich durch Korea begleiten wird: Im Glockenpavillon, Beomjonggak, hängt (anders als in Japan) nicht nur eine große Glocke, sondern die vier traditionellen buddhistischen Tempelinstrumente: Die Glocke Beomjong, die alle spirituellen Wesen erreichen soll, die Dharma-Trommel Beopgo für die Tiere des Waldes, der Wolkengong Unpan für die Vögel und, sehr schön, der Holzfisch Mogeo für die Tiere des Wassers. Zweimal täglich werden die Instrumente geschlagen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt aber nicht der Wald sondern COEX, ein gigantischer Komplex aus Messe- und Einkaufszentrum und der modernen „Leselandschaft“ Starfield Library. Ich fahre weiter zum Lotte Tower. Um von der U-Bahn zum Hochhaus zu kommen, muss ich durch ein weiteres Mega-Einkaufszentrum. Aber es ist nicht irgendein Hochhaus, sondern das höchste Gebäude Südkoreas und mit 555 Metern das fünfthöchste der Welt. Bereits der Zugang zum Hochgeschwindigkeitsaufzug ist spektakulär gestaltet. Die Aussichtsbereiche Seoul Sky liegen in über 500 Metern Höhe in den Stockwerken 117 bis 123. Etwa drei mal höher als die Plattform des Umeda Sky Building, die mich in Osaka fasziniert hat. Auf dem Glasboden des Balkons im 118. Stock gehe ich nur tastend. Auch Kinder die eigentlich laufen könnten, bewegen sich instinktiv nur krappelnd.

    Mit der Bahn fahre ich raus in die Berge, die ich am Vorabend vom Lotte Tower aus im Sonnenuntergang gesehen habe. Und sehe nun, vom Bergtempel Doseonsa aus, den Tower und die gigantische Stadt. Am Tempel herrscht Feststimmung: Es ist der erste Tag des achten Mondmonats. Ein Geistlicher hält einen Vortrag. Ich kann ihm nicht folgen aber er scheint unterhaltsam zu sein. Dann geben Mönche „gesegneten Reiskuchen“ an die Menschen aus, die dafür in einer langen Schlange anstehen. Da ich mich erst am Ende hinter die Gläubigen anstelle, fällt für mich kein Reiskuchen mehr ab. Aber wie alle bekomme ich ein kostenloses Mittagessen. Zurück in der Stadt wandere ich auf dem Weg zum Markt durch die Hochhäuser auf Seoullo 7017: 1970 als Hochstraße (bzw. Hochautobahn) gebaut, 2017 zur begrünten Fußgängerzone umgestaltet.