90 Tage Japan. Ich habe ein kulturell und spirituell spannendes und vielseitiges, außergewöhnlich ästhetisch schönes und freundliches Land erlebt. Deshalb habe ich den Zeitraum meines Visums bis zum letzten Nachmittag ausgereizt. An den uralten und doch lebendigen Pilgertraditionen auf dem Shikoku Henro, dem Kumano Kodo und auch am Mount Fuji teilhaben zu können, hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Den bei uns thematisierten Overtourismus oder gar davon genervte Japaner, habe ich an keiner Stelle, auch nicht an den Hotspots in Tokyo, Kyoto, Nara oder Osaka erlebt (bin im Sommer aber auch außerhalb der gängigen Saison gereist). Vielmehr ausgesprochen freundliche und interessierte Menschen die mir durchwegs das Gefühl gaben sich zu freuen, dass ich, von weit her, durch ihr Land reise. Gerade weil ich über 1.100 Kilometer durch Japan gewandert bin, habe ich das Gefühl das Land gut kennengelernt zu haben. Und doch habe ich nur einen Ausschnitt (die Mitte) der langen Inselkette gesehen. So bleibt auch hier der Wunsch, dass die große Japanreise nicht die letzte war.
Tag 90 in Japan wird zu Tag 1 in Südkorea: Da die Menschen nicht schlauer werden, muss ich so schlau sein zu akzeptieren, dass die große Pilgerwanderung durch Israel in der momentanen traurigen Lage im Nahen Osten nicht stattfinden kann.
Und beschließe in der Region zu bleiben und aus der Japanreise eine Ost-Asien-Reise zu machen: Nach der Kultur und Spiritualität Indiens und Japans, möchte ich auch die Koreas und Chinas erleben: Südkorea und Taiwan. Nur ein Kurzstreckenflug ist es von Fukuoka nach Seoul.










