Schrecken und Schönheit liegen nah beieinander. Nur kurze Fahrten mit der Bahn und der Fähre, ein Tagesausflug, sind es von Hiroshima auf die Insel Miyajima. Schon in einer Zusammenstellung aus dem 17. Jahrhundert wird sie zu den drei schönsten Landschaften Japans gezählt. Das rote Torii im Meer vor dem Itsukushima-Schrein ist ikonisch. Und es gibt wieder Sikahirsche: Boten der Gottheiten!
Und wieder begegnet mir der Pilgermönch Kukai: Der wichtigste buddhistische Tempel der Insel ist der Daisho-in am Fuß des Berges Misen. Nach seiner Rückkehr aus China im Jahr 806, soll Kukai den Berg als heiligen Ort erkannt, dort 100 Tage meditiert und dann den Tempel gegründet haben. Noch heute gehört der Tempel dem von Kukai begründeten esoterischen Shingon-Buddhismus an. Manches ist mir von Shikoku und Koya-san vertraut. Und wenige Tage vor meiner Abreise aus Japan, kann ich meine 47-tägige Pilgerwanderung auf Shikoku im Kleinen wiederholen: In einer unterirdischen Halle können 88 Statuen der Schutzgottheiten der 88 Tempel des Shikoku Henro abgeschritten werden. Unter den Bodenplatten vor den Skulpturen befindet sich Erde vom jeweiligen Tempel.






































