Mit einem einstündigen Fußmarsch ab Badrinath erreiche ich Mana: Das letzte Dorf Indiens. Bzw. im eigenen Selbstverständnis „First Indian Village Mana“. Knapp 30 Kilometer dahinter liegt die Grenze zu Tibet / China. Allerdings am Mana-Pass, nochmal ca. 2.600 Meter höher. Plötzlich wehen wieder tibetische Flaggen. Und die Gesichtszüge und das Verkaufsangebot mancher Menschen muten tibetisch an. Der kleine Saraswati-Tempel liegt direkt am Saraswati-Wasserfall, kurz bevor der in den Alaknanda mündet. Die großen goldenen Skulpturen der Pandavas zeigen die mythologischen Figuren aus der Bhagavad Gita auf ihrem letzten Gang, den sie ab hier vom Himalaya in den Himmel angetreten haben sollen. Und mythologisch „Erste Liga“ sind zwei kleine Höhlen am Ort: In der Vyas Gufa soll der Weise Vyasa das große Epos Mahabharata (einschl. der Bhagavad Gita) gesehen und diktiert haben. In der Ganesh Gufa hat es der göttliche Schreiber Ganesha niedergeschrieben. Trotzdem ist der Run auf diese Heiligtümer eher gering. Die Pilger konzentrieren sich auf den Badrinath-Tempel. In Mana herrscht sonnige Ausflugsstimmung.

Art. 88 Abs. IV BayBG
Mein Reiseblog im Sabbatjahr




















