Muxia 2022

Tage 83 bis 86 in Indien: Rishikesh II

Die Rückreise von Badrinath nach Rishikesh bedeutet nochmal eine lange waghalsige Busfahrt von 3.150 auf 360 Höhenmeter. Zwölf Stunden für 290 Kilometer.. An der Strecke liegt noch ein besonderer Ort: Devprayag. Hier mündet der Alaknanda-River, dem die Straße seit Badrinath gefolgt ist, in den Bhagirathi-River, dem Oberlauf des Ganges, der aus Gangotri/Gaumukh kommt. Ab dieser Vereinigung wird der Heilige Fluss auch offiziell Ganges genannt. Eine Zwischenübernachtung will ich dafür nicht mehr extra einlegen. Aber verdrehe mir im Bus den Kopf um den Zusammenfluss des eher bräunlichen Alaknanda mit dem grünen Wasser des Bhagirathi zu sehen. Die Straße folgt dem Ganges bis Rishikesh.

Elefanten habe ich in Indien bislang nur in Gorakhpur gesehen: Als Lasttiere mitten im Verkehr einer vierspurigen Hauptstraße. Die Tiere wirken ruhig, trotzdem ist es ein bedrückender Anblick. Ab Rishikesh kann ich mir eine Fahrt zum nahen Rajaji National Park und eine „Jeep Safari“ organisieren. Rajaji gehört nicht zu den großen bedeutenden Parks aber die Natur der Gangesebene ist schön und er bietet Tieren einen wichtigen Rückzugsort. Von Tigern gibt es erwartungsgemäß nur frische Spuren im Sand zu sehen. Aber die Elefanten leben frei.

Nach der kräftezehrenden Char Dham Yatra plane ich drei ruhigere Tage in Rishikesh ein. Und komme vom Regen in die Traufe: Aus der eisigen Kälte des Himalaya in 44 bis 46 Grad Hitze. Nochmal besuche ich den Sivananda-Ashram, folge den Ghats am Ganges und nehme schließlich mit der traditionellen Arati am Sri Sathya Sai Ghat Abschied vom Heiligen Fluss, der ab dem Start in Patna, über Varanasi, Prayagraj, Haridwar, Rishikesh, Gangotri und Gaumukh, die zentrale Achse meiner Reise war.