Muxia 2022

Tage 22 bis 25 in Südkorea: Busan

Sehr unkompliziert reist es sich in Südkorea mit dem Fern- bzw. Expressbus. Er bringt mich auch nach Busan, bereits im Süden der Halbinsel. Mit 3,3 Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes, hat sie für mich zunächst nicht das gewaltige internationale Glitzern Souls, aber beeindruckend ist die Stadt! Wieder führt mich ein erster Weg zur blauen Stunde zum Aussichtspunkt auf dem Berg über der Stadt. Als „schönster Tempel Südkoreas“ bezeichnet sich Haedong Yonggungsa. Er ist es nicht. Ich kann das inzwischen beurteilen. Aber seine Lage, direkt an der Küste, ist tatsächlich einmalig schön. Wieder begegnet mir hier der hochverehrte Bodhidharma. Der Mönch soll im 5. Jahrhundert den Chan-Buddhismus aus Indien nach China gebracht haben, aus dem sich dann in Korea der Seon- und in Japan der Zen-Buddhismus entwickelt hat. Für unsere Begriffe wird er wie eine Karikatur dargestellt, dabei soll damit tiefste meditative Versenkung ausgedrückt werden – oder doch sein Zustand nachdem er neun Jahre lang vor einer Wand meditiert hat. Ich wandere weiter, immer der Küste entlang, die Millionenstadt im Rücken.

Aus dem 7. Jahrhundert sind sowohl der Beomeosa- als auch der Tongdosa-Tempel. Während Beomeosa als Seon-Kloster die Meditationslinie Bodhidharmas weitergibt, steht Tongdosa -UNESCO-Weltkulturerbe- für die unmittelbare Verehrung des historischen Buddha. In der kleinen Stupa hinter der Haupthalle sollen dessen Reliquien verwahrt sein. Buddha-Skulpturen gibt es in der Halle deshalb nicht.

Dasselbe Problem wie mit den Schuhen in Japan, stellt sich in Südkorea: Seit Tagen kann ich keine Socken in meiner Größe finden. Ich gehe zum Äußersten und fahre zu Shinsegae Centum City: Das größte Kaufhaus der Welt! Ich sehe vieles (auch einen schönen Themenpark auf dem Dach) aber finde nichts.