Muxia 2022

Tage 26 bis 28 in Südkorea: Tongyeong

Tongyeong: Im Süden der koreanischen Halbinsel, südlichster Punkt meiner Südkorea-Rundreise. Hafenstadt mit nur 117.000 Einwohnern aber 570 vorgelagerten Inseln, die zum Stadtgebiet gehören. Das Cablecar und eine kurze Wanderung bringen mich zum Gipfel des Mireuksan Mountain mit seiner herrlichen Aussicht auf die Stadt und die Inselwelt des Hallyeohaesang-Seenationalparks. Die Stadt ist von der modernen, aber auch der historischen Seefahrt geprägt: Auf einem Hügel mit strategisch günstiger Sicht über den Hafen, liegen die Holzhallen der Marinekommandozentrale Samdo Sugun Tongjeyeong aus dem frühen 17. Jahrhundert. Im Hafen liegen Replica der Schildkrötenboote mit denen die erste japanische Invasion in dieser Zeit zurückgeschlagen wurde. Und im konfuzianischen Schrein werden natürlich keine Gottheiten, sondern der zuständige Admiral verehrt.

Wieder einmal bietet der Gang über den Markt Gelegenheit über vegetarische Ernährung nachzudenken: In gestapelten Glaskästen und Plastikbecken wird das Abendessen an den Marktständen und vor den Restaurants angeboten: Noch lebend aber in prekärer Lage.

Die kleine Insel Saryangdo verspricht „eine der spektakulärsten Wanderungen Koreas“. Eine Gratwanderung quer über die Insel und ihre 300 bis 400 Meter hohen Gipfel direkt über dem Ostchinesischen Meer. „Absolute Schwindelfreiheit erforderlich“. Ich bin es nicht, aber zuweilen etwas dickköpfig. Tatsächlich spektakulär verläuft der Weg über den felsigen Gebirgskamm. Südkorea-typisch ausgebaut mit Treppen und Stegen, Geländern, steilen Leitern und zwei tollen Hängebrücken.

Auch danach bekommen die Beine keine Ruhe: Auf dem Weg vom Hafen zum Hostel entdecke ich Plakate und Banner für das Festival „2026 National Heritage Media Art Tongyeong“. Ein Festival für das, was hier sehr gemocht wird: Licht in allen Farben.