Muxia 2022

Tage 15 bis 17 in Südkorea: Daegu

Daegu: Mitten im quirligen Zentrum der 2,4-Millionen-Einwohner-Stadt übernachte ich in einer traditionellen Hanok-Unterkunft. Und werde von der Touri-Info auf die Stempel-Ralley Cours 2, Modern Cultural Street geschickt.

Die weitläufige Anlage des Donghwasa Tempel im Palgongsan Nationalpark überspannt mehr als 1.200 Jahre buddhistische Geschichte: Das Donghwasa Maaeyeorae Jwasang, „Felsrelief des sitzenden Buddha von Donghwasa“, stammt aus dem 9. Jahrhundert. Die 17 Meter hohe Statue des Yaksa Yeorae, Buddha der Heilung, stammt aus dem Jahr 1992 und steht nicht nur für Heilung sondern für den Wunsch nach friedlicher Wiedervereinigung Koreas. Aber auch in Korea sind die Übergänge fließend: Wie in vielen anderen Tempeln gibt es neben den Hallen zur Verehrung der Buddhas auch einen besonders gern besuchten Schrein für Sanshin, den Berggeist aus dem koreanischen Schamanismus.

Mit dem Palgongsan Cablecar komme ich am Nachmittag auf den Mount Palgong und wandere ab dort auf Dongbong Peak und Birobong Peak.

Nicht um Stempel, sondern um hölzerne Druckstöcke geht es im Haeinsa Tempel, 70 Kilometer westlich von Daegu: Die Tripitaka Koreana, 81.258 beidseitige Druckstöcke mit über 52 Millionen geschnitzten chinesischen Schriftzeichen aus dem 13. Jahrhundert, die den gesamten buddhistischen Kanon umfassen. Welterbe im Welterbe: Die Druckstöcke sind UNESCO-Weltdokumentenerbe, die schlichten Lagergebäude mit der raffinierten Luftzirkulation aus dem 15. Jahrhundert sind UNESCO-Weltkulturerbe. Zu sehen (und zu fotografieren) sind die langen Regale mit den Druckstöcken nur durch die Lüftungsschlitze.