Muxia 2022

Tage 13 und 14 in Südkorea: Andong

Konfuzianismus statt Buddhismus und Akademien statt Tempel: Bei Andong liegen zwei von sieben Neokonfuzianische Akademien aus dem 16. Jahrhundert, die zum UNESCO Weltkulturerbe „Seowon, Korean Neo-Confucian Academies“ gehören. Ab Byeongsan Seowon führt der Wanderweg am und über dem Nakdong-Fluss zum Hahoe Folk Village, einem Dorf aus traditionellen Hanok Häusern. Einem großen Freilichtmuseum gleich. Aber die Häuser sind bewohnt, ab 18 Uhr müssen die Besucher raus. Vorher findet der traditionelle -und unterhaltsame- Maskentanz statt. In der überdachten Jjimdak Street in Andong reihen sich die Restaurants beidseitig aneinander. Gegessen wird innen, gekocht außen vor den Restaurants. Und überall gibt es nur ein Gericht: Riesige Portionen Jjimdak Korea Chicken.

In Dosan Seowon ist das Haus zu sehen in dem der berühmte Neokonfuzianische Philosoph Yi Hwang im 16. Jahrhundert gelebt und gelehrt hat. Heute sind er und die Akademie auf dem 1000,- WON Schein dargestellt. Das ist allerdings die kleinste Banknote. In Byeongsan stand ein Flügel des Tors zum Ritualbereich einen schmalen Spalt offen. Hier ist es fest verschlossen und erlaubt keinen Blick auf den Ahnenschrein. Zurück in Andong laufe ich raus aus der Stadt: Zur Mondscheinbrücke. Sie überspannt den längsten Fluss Koreas und ist die längste hölzerne Fußgängerbrücke des Landes. Und tatsächlich ein schöner Besuchermagnet.