Muxia 2022

Tage 20 und 21 in Nepal: Von Muktinath über Pokhara nach Kathmandu

Für die Rückfahrt vom Heiligtum Muktinath nach Pokhara wähle ich einen Kleinbus. Der Rucksack kommt aufs Dach, ich bekomme den Beifahrersitz. Bereits nach einer halben Stunde geht nichts mehr: An einer steilen Engstelle kommt ein größerer Bus auf der beschneiten Lehmpiste nicht mehr weiter und blockiert die Fahrspur. Nach einer Stunde ist das Problem gelöst. An einer anderen Stelle heißt es warten bis ein Bagger einen kleinen Erdrutsch der vergangenen Nacht beiseite geräumt hat. Nach drei Stunden Fahrt gibt es eine halbe Stunde Pause an einer E-Tankstelle mit Restaurant. Der Van wird geladen. Nepal erscheint „rückständig“ aber auf Verbrenner setzt hier keiner mehr. Auf der Piste sind es 170 km und sieben Stunden. 4.470 Höhenmeter geht es (kumuliert) bergab.

In Pokhara gibt es, nach einem Gewitter, diesmal das, was mir beim ersten Aufenthalt verwehrt blieb: Fernsicht. Statt von einem Aussichtspunkt, sehe ich die Gipfel des Annapurna Massiv nochmal von der Dachterrasse des Guesthouse.

Auch beim Abendessen im kleinen Restaurant fragt mich der Wirt woher ich komme und was ich mache. Dass ich zu Fuß nach Muktinath gegangen bin gefällt ihm: Er kommt aus einem kleinen Dorf an meiner letzten Etappe. Er setzt sich zu mir, sieht sich mit mir meine Fotos vom Weg an und erzählt mir manches dazu. Er zeigt mir ein Glas mit den schwarzen Bohnen aus denen mein Dal gemacht ist. Im Dorf auf 3.500 Meter Höhe gewachsen. „Very healthy“.

Von Pokhara nach Kathmandu geht es mit einem luxuriösem Tourist Bus. 200 km beträgt die Entfernung von der zweitgrößten in die größte Stadt Nepals. Der Highway folgt schönen Flußtälern, ist aber auch nicht durchgehend asphaltiert und manchmal nur einspurig. So dauert auch diese Fahrt knapp sieben Stunden.