Lucknow, Hauptstadt des Bundesstaates Uttar Pradesh, rund drei Millionen Einwohner, wahrscheinlich mehr. Auf der Durchreise habe ich nur einen halben Tag dafür geplant, aber meine Tage können lang sein. Die Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der späten Mogule, 18. bis 19. Jahrhundert, konzentrieren sich auf das Stadtzentrum. Ich konzentriere mich heute nicht auf Tempel, sondern auf zwei außergewöhnliche Imambaras, schiitisch islamische Versammlungs- und Gedenkstätten. Die Halle der Bara Imambara ist riesig, ihre Gewölbedecke gehört zu den größten stützenlosen der Welt. Darüber befindet sich, unter zwei schönen Dachterrassen, ein dreidimensionales, d.h. sich über drei Stockwerke erstreckendes Labyrinth. Aus solches nehme ich es zunächst nicht sehr ernst, beinahe kostet mich das meinen halben Tag. Die kleinere Chhota Imambara glänzt mit ihrer Innenausstattung: „Palace of Lights“. Die Lage auf unserer Welt bleibt in den islamischen Heiligtümern nicht außen vor: Schmähende israelische und amerikanische Flaggen kleben auf Mülleimern.
Zwischen den beiden Imambaras steht das berühmte Stadttor Rumi Darwaza, das der muslimische Herrscher des damaligen Fürstentum ebenfalls im 18. Jahrhundert bauen ließ. Und ganz viel indisches Leben. Zum Abendessen gibt es wieder Streetfood bunt gemischt, vom Food Court am Tor.







































